15. März 2017: Stephan Kimmig inszeniert Walsers Ehen in Philippsburg in Stuttgart

Sittenbild oder Nummernrevue? Einig sind sich die Kritiker*innen nicht über Stephan Kimmigs Inszenierung des Romans Ehen in Philippsburg, mit dem Martin Walser 1957 seine Karriere begann. Wir sahen es kritisch.

14. März 2017: Joachim Meyerhoff brilliert mit Die Welt im Rücken an der Wiener Burg

Die Kritiker*innen sind von Jan Bosses Adaption des Thomas-Melle-Romans mehr oder weniger schwer begeistert. Wir waren hin und weg.

14. März 2017: Sebastian Baumgartens Dickicht nach Bertolt Brecht am Gorki Berlin

Die Kritiken loben Sebastian Baumgartens Regie und das Ensemble, einige aber haben Probleme mit dem Stück. Uns erging es ähnlich.

14. März 2017: Tod eines Handlungsreisenden von Rafael Sanchez in Köln inszeniert

Die Kritiker sind sich einig, dass in der Inszenierung der langjährige Kölner Schauspieler Martin Reinke als Willy Loman absolut herausragt. Wir sahen es ähnlich.

14. März 2017: Marius von Mayenburgs Romeo und Julia-Inszenierung in Bochum

Mehr Drogentrip als Gemütsreise so die ersten Kritiken über Marius von Mayenburgs Romeo und Julia. Aus der Bochumer Tradition von Regisseuren wie Zadek, Steckel, Haußmann aus gesehen fanden wir's einen schändlichen Abend.

14. März 2017: Just call me God mit John Malkovich an der Elbphilharmonie und in Wien

Die Kritiker*innen sind teils beeindruckt von Präsenz des Hollywoodstars. Alle stören sich jedoch an der Akustik des Abends. Mittlerweile gibt es auch eine erste Kritik aus Wien. Wir fanden den Abend von Martin Haselböck und Michael Sturminger unentschieden. 

13. März 2017: Tina Laniks Inszenierung von Sartres Die Troerinnen am Resi München

Rhetorisch ziemlich klar findet eine erste Kritik Tina Laniks Inszenierung von Sartres Die Troerinnen des Euripides. Wir sahen viel zu viel leeren Raum.

13. März 2017: Frotzler-Fragmente von FUX am Schauspielhaus Wien

Das Regie-Duo FUX kommt mit dem Abend Frotzler-Fragmente ziemlich gut an bei einer ersten Wiener Kritik. Bei uns auch.

13. März 2017: Euripides' Medea von Roland May in Plauen inszeniert

Über den zwischenmenschlichen Nahbereich gehe die Inszenierung hinaus, verstöre auch in ihrer Direktheit, so eine lokale Kritik über Medea am Theater Plauen Zwickau. Wir sahen eher Schiffbruch.

11. März 2017: Die Augsburger Brechtrevue Die Welt ist: Schlecht! Und ich bin: Brecht!

Recht positiv nimmt die Kritik die Brechtrevue des neuen Brechtfestival-Leiters Patrick Wengenroth auf. Die Presse in Augsburg berichtet aber auch von Verstörungen beim brechtverehrenden Publikum. Wir hatten unseren Spaß am zersägten BB.

11. März 2017: Alize Zandwijk mit Ibsens Wildente am Schauspielhaus Zürich

Die Kritik vor Ort und weiter weg findet Alize Zandwijks Ibsen-Deutung nicht sehr gelungen. Wir freuten uns über kleine Akzentverschiebungen mit großem Gewinn.

10. März 2017: Der Fall Meursault am Zürcher Neumarkt

Die ersten Kritiken sind sich uneins über Ruud Gielens Inszenierung: Flop oder konzentriertes Kammerspiel? Wir waren durchaus angetan.

10. März 2017: Andreas Kriegenburg inszeniert Patrick Marbers Drei Tage auf dem Lande

Die Zeitungskritikerinnen sind unterschiedlicher Meinung über diese Turgenew-Adaption, die uns gefiel.

9. März 2017: Sacrifice von Dirk Laucke und Sarah Nemtsov an der Oper Halle

Wüst fanden es auch die Kollegen, konnten dem aber zumindest teilweise mehr abgewinnen als wir.

9. März 2017: Marcus Lobbes inszeniert Trump in Dortmund

Neben einer abwinkenden überregionalen Stimme gibt es viel Lob in der Kritik für diese kritische Analyse von Herkunft, Aufstieg und Machenschaften des Donald Trump. Auch bei uns.

9. März 2017: Frank Castorfs Abschieds-Faust an der Berliner Volksbühne

Den Kritiker*innen ist – mit kleinen Einschränkungen – deutlich anzumerken, dass sie einem historischen Theaterabend beigewohnt haben. Das ging uns nicht anders.

9. März 2017: Jan-Christoph Gockels Büchner-Müller-Mix Der Auftrag: Dantons Tod

Die Wiener Hauptstadtkritik ist geteilter Meinung über die Produktion des Grazer Schauspielhauses. Stimmt aber ungeteilt Hymnen auf die Schauspieler*innen des Abends an. Ähnlich wie wir.

7. März 2017: We Have A Situation Here – vier Kurzdramen von Neil LaBute in Konstanz

Die Radio- und Zeitungskritik sah einen starken Abend mit vier verschiedenen Herangehensweisen an LaButes Genre des "Short Play" – auch wir waren beeindruckt.

7. März 2017: Sascha Hawemann inszeniert Die Ratten in Nürnberg

Zu zugespitzt, zu karikaturesk fanden es die Zeitungskritiker, aber Julia Bartolome als Frau John wird gelobt – wir hatten das Gefühl etwas zu verpassen.

7. März 2017: Eisbilder von Kristian Smeds in Rendsburg

Einen tollen Abend hatten die Zeitungskritikerinnen mit dieser Inszenierung von Grazyna Kania – und wir auch.

6. März 2017: Selcuk Cara eröffnet das Brechtfestival Augsburg mit Die Maßnahme

Die lokalen Zeitungskritiker sind geteilter Meinung, die aus München angereiste skeptisch – wir sahen einen "aufregenden, gelungenen" Festivalauftakt.

6. März 2017: Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann uraufgeführt in Essen

Lustig fand die Bestseller-Inszenierung von Tilman Gersch ein Zeitungskritiker, flach die andere – wir fanden's lustig, aber flach.

6. März 2017: Das Großprojekt Eurotopia in Freiburg

Herzerwärmendes, aber auch düstere Aussichten entdeckte eine Kritik in diesem Gemeinschaftsprojekt diverser Künstler*innen. So schauten wir auf das europäische Potpourri.

4. März 2017: Felix Rothenhäuslers TV-Serien-Musical Mr. Robot in Bremen

Felix Rothenhäuslers Adaption der TV-Serie "Mr. Robot" in Musicalform unterhält die regionalen Kritiker*innen prächtig. Auch wir fanden's amüsant.

3. März 2017: Christian Friedels Antigone am Deutschen Theater Göttingen

Ein Lokalkritiker erlebte einen "wilden Abend". Wir lasen in der Inszenierung eine verzweifelte Utopie.

1. März 2017: Sebastian Hartmanns Gespenster-Collage in Berlin

In der Tendenz zeigen sich die Kritiker*innen beeindruckt von diesem düster-melancholischen Abend. Wir fanden: Die Konflikte sind nicht totzukriegen.

1. März 2017: Jelineks Wut von Martin Laberenz am DT Berlin inszeniert

Martin Laberenz und die Schauspieler wollten es wissen, so die Kritiker*innen über Martin Laberenz' Inszenierung am DT Berlin. Und wir fanden das richtig gut.

1. März 2017: René Polleschs Ich kann nicht mehr am Schauspielhaus Hamburg

Mit zwei Ausnahmen gehen die Daumen der Kritiker*innen dieses Abends klar nach oben. Auch wir schlugen uns mit ganzer Wucht auf die Seite dieser jüngsten Polleschiade.

1. März 2017: Konstantin Küsperts Believe Busters in Tübingen

Die lokale Presse schwankt angesichts von Küsperts neuem Stück zwischen wohlwollender Skepsis und Begeisterung. Wir blieben verhalten.

28. Februar 2017: Maria Furtwängler spielt am Berliner Ku'damm in Alles muss glänzen

Die Printkritiker*innen sind voll des Lobes über Noah Haidles Stück und umso enttäuschter von der Aufführung. Auch wir brachen nicht in Jubel aus.

28. Februar 2017: Zino Wey inszeniert Zündels Abgang von Markus Werners in Zürich

Angemessen zart und poetisch, wenn auch kein großer Abend, so eine erste Kritik über Zino Weys Inszenierung von Markus Werners Romanstoff Zündels Abgang. Was wir auch fanden.

28. Februar 2017: Mittagswende in Basel, inszeniert von Julia Hölscher

Lobende wie kritische Stimmen gibt es zu Anja Hillings Bearbeitung von Claudels Mittagswende, inszeniert von Julia Hölscher. So sahen wir den Abend.

28. Februar 2017: Rafael Spregelburds Inferno in Bregenz

Eine lokale Kritik sieht Schwächen in Steffen Jägers Inszenierung. Wir sahen das Stück sehr lebendig werden.

27. Februar 2017: Luk Percevals Wer einmal aus dem Blechnapf frisst in Hamburg

Einige Kolleg*innen jubeln, andere haben Einwände gegen Percevals dritte Fallada-Adaption. So wie wir.

27. Februar 2017: Simon Solberg mixt sich den Graf von Monte Christo in Dresden

Mit seiner assoziativen Adaption des Dumas-Romans "Der Graf von Monte Christo" kann Simon Solberg bei den Dresdner Kritikern keinen Blumentopf gewinnen. Auch unsere Trophäe ging vor der Siegerkür zu Bruch.

27. Februar 2017: Mittagswende in Basel, inszeniert von Julia Hölscher

Eine erste Stimme lobt starkes Theater. So sahen wir den Abend.

27. Februar 2017: Robert Schuster zeigt Hamlet in Weimar

Er hat seine Momente, fällt aber im Ganzen zu lang und zu ambitioniert aus, urteilt eine erste Thüringer Stimme über diese "Hamlet"-Inszenierung von Robert Schuster. Wir sahen Überzeugendes ebenso wie zeichenhaft Brachiales.

27. Februar 2017: Alexander Eisenach in Hannover mit Die Gerechten von Albert Camus

Eine erste Kritik findet den Abend verturnt, eine zweite erfreute sich am "Füllhorn" an Inszenierungsstilen, das Alexander Eisenach über dem Camus-Text leert. Uns fiel der Abend zu luftig aus.

27. Februar 2017: Der Hauptmann von Köpenick of colour in Altenburg

Vollauf gelungen findet einen erste Kritik diesen von Regisseur Bernhard Stengele subtil aktualisierten "Hauptmann von Köpenick" mit einem Hauptdarsteller aus Burkina Faso. Auch wir sagten: "Das ist erstklassig inszeniert und so auch gespielt."

25. Februar 2017: Stefan Bachmann inszeniert Wilhelm Tell am Theater Basel

Höchst sehens- und hörenswert, eine triumphale Rückkehr, steht in den ersten Kritiken zu Stefan Bachmanns Wilhelm Tell-Inszenierung, mit der er an sein früheres Haus zurückkehrt. Wir sahen's ähnlich.

24. Februar 2017: Armin Petras' Schauspielerfest Eines langen Tages... in Stuttgart

Peter Kurth und Edgar Selge haben das Gros der Kritiker*innen beglückt. Zwei überregionale Kolleginnen sind dennoch nicht überzeugt. Wir begaben uns durchaus gern auf die Untergangsfahrt mit der Titanic.

23. Februar 2017: Matthias Hartmann inszeniert Michael Kohlhaas in Düsseldorf

Die lokale Kritik ist ganz aus dem Häuschen über Hartmanns Inszenierung und vor allem Johannes Schütz' Bühnenbild. Die überregionale gießt teils Wasser in die Suppe. Wir sind auf der angetanen Seite.

21. Februar 2017: Drei sind wir von Wolfram Höll in Wien

Die Kritikerkollegen loben das Stück und Valerie Voigt-Firons Inszenierung im Burgtheater-Vestibül – die sich für uns ein bisschen zu gut gefiel in ihrer Kunstfertigkeit.

21. Februar 2017: Ersan Mondtags Antikenprojekt Ödipus und Antigone in Berlin

Im Ansatz vom formalen Zugriff beeindruckt, aber dann doch unzufrieden zeigen sich die meisten Kritiker mit Ersan Mondtags Inszenierung im Maxim Gorki Theater in Berlin. Ähnlich wie wir.

21. Februar 2017: Toshiki Okadas Entschleunigungsübung Nō Theater in München

Sie hat ihren Reiz, diese formal strenge, minimalistische Gesellschaftsstudie des modernen Japans in den Münchner Kammerspielen. Der überregionale Zeitungskritiker gerät geradezu ins Schwärmen. Okada kann's besser, meinen dagegen die meisten Münchner Kritiker*innen. So auch wir.

21. Februar 2017: Wihad Suleiman inszeniert Medea in Oberhausen

Ein Kritiker lobt die Schauspieler*innen, für einen anderen ging's ins Irgendwo. Wir hörten "lauter falsche Töne".

21. Februar 2017: Der Allmächtige Baumeister … am Schauspielhaus Hamburg

Die Kolleg*innen: "Spekulation, gegossen in Tanztheaterrituale", urteilt die Zeitung, "zuwenig Substanz" das Radio – "Rein atmosphärisch hat das was", finden wir.

20. Februar 2017: The Dead Inc. in Moers

Die Kritikerinnen loben Ulrich Grebs Uraufführung der Büro-Groteske von Michael Yates Crowley. Auch wir hatten einen guten Abend.

16. Februar 2017: Deutsch-chilenische Koproduktion Nimby bei ¡Adelante! in Heidelberg

Eine lokale Kritik sah volles Haus beim iberoamerikanischen Festival in Heidelberg und ist von der Koproduktion Nimby auch sonst begeistert. Wir sahen vielleicht keinen großen, aber einen interessanten Abend.

16. Februar 2017: Peymanns Prinz Friedrich von Homburg zum Abschied vom BE

Vom Blatt gespielt, ja, ein bisschen fade, ja, Claus Peymann lasse sich eben auch auf den letzten Metern nicht verbiegen. Gleichwohl berührt seine Liebeserklärung an seine Idealvorstellung von Theater in diesem Prinz Friedrich von Homburg die Kritiker*innen. Finster funkeln sahen wir es in der zweiten Hälfte des Abends.

16. Februar 2017: Achternbuschs Dogtown Munich von Pinar Karabulut uraufgeführt

Eher der Spirit einer Drogenparty als der sanfte Irrwitz eines Bierrausch sei es, wie Pinar Karabulut das München-Stück von Herbert Achternbusch am Münchner Volkstheater uraufführt, so die Kritiker, die damit insgesamt aber ganz glücklich sind. Wie wir auch.

13. Februar 2017: Die 120 Tage von Sodom von Milo Rau in Zürich

Ging es um Tabubruch bei dieser de Sade/Pasolini-Erforschung mit Schauspieler*innen des Zürcher Schauspielhauses und des Theater Hora? Die Kritiker*innen sind sich uneinig – bei uns hinterließ der Abend einen schalen Nachgeschmack.

13. Februar 2017: hell/Ein Augenblick von Kay Voges im Theater Dortmund

Interessant gescheitert, urteilen zwei von drei Kolleg*innen über Kay Voges' Live-Fotografie-Experiment. Der dritte fand's toll, wir liegen dazwischen.

13. Februar 2017: In Köln inszeniert Moritz Sostmann Faust I

Einige gute Ideen versanden, weil sie nicht weit genug gedacht werden – so sehen es die Kollegen, so sehen wir es.

13. Februar 2017: Ich, ein Anfang von Sasha Marianna Salzmann in Frankfurt uraufgeführt

Belanglos finden die beiden Zeitungskritikerinnen diesen Abend – was für die eine vor allem an der Inszenierung von Bernadette Sonnenbichler, für die andere auch am Stück liegt. Wir fanden beides gut zueinander passend.

13. Februar 2017: Das blaue Licht / Dienen von Rebekka Kricheldorf in Kassel

Nur ein kleines bisschen zu plakativ, sonst gut fand die Zeitungskritikerin Schirin Khodadadians Kricheldorf-Uraufführung; wir diagnostizierten: anspruchsvolles Stück.

13. Februar 2017: Endstation Sehnsucht am Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau

Beeindruckend laut, aber im Endeffekt störend statisch fand der Zeitungskollege Ivar Thomas van Urks Tennessee-Williams-Inszenierung – für uns lag ein Schleier drüber.

13. Februar 2017: Der Krüppel von Inishman von Martin McDonagh in Karlsruhe

Die Zeitungskollegin ist fasziniert vom Bühnenbild und lobt die Spieler in Nicolai Sykoschs Inszenierung am Badischen Staatstheater – wir fanden's insgesamt eindrücklich.

13. Februar 2017: Alvis Hermanis is back mit Madame de Sade in Zürich

Eieiei, schütteln die Zeitungskolleg*innen in umgekehrter Anerkennung den Kopf; heute kommt noch einer nach, der sich nicht unterscheidet – auch uns ließ die starbesetzte Yukio-Mishima-Adaption konsterniert zurück.

10. Februar 2017: Patrick Wengenroth mit Love Hurts in Tinder Times in Berlin

Eine Berliner Stimme mag Wengenroths neuen Abend an der Berliner Schaubühne und resümiert: "Es bleibt unterhaltsam an der Herzschmerz-Front." Was wir auch sehr fanden.

9. Februar 2017: Kaspar Hauser ... am Schauspielhaus Wien

Die Kolleginnen ließ die Inszenierung der jungen norwegischen Regisseurin und Performerin Lisa Lie ratlos zurück. Uns auch.

9. Februar 2017: Alejandro Quintana inszeniert Die Bibel in Rudolstadt

Sehr beeindruckt sind die Kritiker*innen von Ensemble und Erzählung, nur zu lang, es war zu lang. Auch wir fanden den Abend sehr ansehnlich und zu lang.

8. Februar 2017: Alexander Nerlich mit Grillparzers Das goldene Vlies in Potsdam

Die düstere Atmosphäre der Inszenierung von Alexander Nerlich trifft die Nerven der Kritiker*innen – aber doch nicht aller. Uns vermittelte sich nicht genug Dringlichkeit.

8. Februar 2017: Sönke Wortmanns Uraufführung von Willkommen von Hübner / Nemitz

Scharfzüngige Zeitgeistdiagnose? Oder oberflächliche Comedy auf Kosten des "Gutmenschen"? Die Zeitungskolleg*innen sind geteilter Meinung über diesen Abend im Düsseldorfer Schauspielhaus – uns blieb ein Unbehagen.

7. Februar 2017: Navid Kermanis Große Liebe am Apollo Siegen

Die Kritiker loben Johannes Zametzers konzentrierte Inszenierung, haben aber auch Einwände. Wir waren sehr angetan.

7. Februar 2017: Ulrich Rasche mit  Sieben gegen Theben / Antigone in Frankfurt

Beeindruckt bis überwältigt zeigen sich die Printkollegen vor Ort von Ulrich Rasches Doppelabend nach Aischylos und Sophokles. Trotzdem sind nicht alle glechermaßen überzeugt. Wir grundsätzlich schon.

7. Februar 2017: Schmerzliche Heimat nach Semiya Simsek in Bruchsal

"Schonungslos", lobt der SWR die Inszenierung Carsten Ramms. "Berührend", ergänzen wir.

6. Februar 2017: Daniel Kehlmanns Heilig Abend am Wiener Theater in der Josefstadt

Verkopft! und nicht besonders aufregend, urteilen drei Kolleg*innen, Spannend!, ein anderer über Herbert Föttingers Uraufführung. Schwach konstruiert, fanden wir.

6. Februar 2017: Ingrid Lausunds Trilliarden … am Deutschen Schauspielhaus Hamburg

Die Kolleg*innen sind insgesamt angetan, vermissen aber Substanz. Auch uns war es ein bisschen flach.

6. Februar 2017: Ein Sommernachtraum oder... von Kurt Palm in Linz

Trotz einiger Längen und schwächelnder Gags sind die Zeitungskolleg*innen überzeugt – wir fühlten uns im luft- und satireleeren Raum.

6. Februar 2017: Philipp Löhle zeigt George Kaplan von Frédéric Sonntag in Magdeburg

Amüsiert aber etwas ratlos blick die Kritikerin vor Ort auf Philipp Löhles Inszenierung. Die uns auch nicht ganz glücklich machte.

4. Februar 2017: Barbara Frey inszeniert Ein europäisches Abendmahl in Wien

Die Kritiker*innen sind sich uneins, fanden den  Abend teils spannend, teils eher misslungen. Wir waren durchaus bewegt.

2. Februar 2017: Nicolas Stemanns Kirschgarten an den Kammerspielen München

Als ganz klar selbstreferenziell kommt Nicolas Stemanns Inszenierung bei den Kritikern an, ein Teil wird nicht warm damit, der andere sehr. Wir sahen es auch kritisch.

1. Februar 2017: Thomas Dannemanns Eines langen Tages Reise... am Resi München

Jüngst hatte Karin Henkel das Stück von Eugene O'Neills in Hamburg inszeniert. Zwei Kritiker schütteln den Kopf, ein anderer nickt zustimmend. Wir waren durchaus angetan.

 

31. Januar 2017: Kondeks/Kühls You are out there eröffnet die Frankfurter Positionen

Die digitale Doppelgängerschaft werde ansprechend aufgegriffen, so die Kritiker, über You are out there, die aber doch unterschiedlich überzeugt waren. Wir fanden den Abend merkwürdig hermetisch.

30. Januar 2017: Philipp Preuss inszeniert Peer Gynt am Schauspiel Leipzig

Die regionalen Kritiken zeigen sich angetan, uns hat der Abend ebenfalls sehr zufrieden aus dem Theater entlassen.

30. Januar 2017: Tom Kühnel doppelt Wassa Schelesnowa und Die Mutter in Freiburg

Die Kritikerin der regionalen Monopolzeitung ist hellauf begeistert. Wir mochten und bewunderten vor allem die Leistung der Hauptdarstellerin.

30. Januar 2017: Philipp Becker inszeniert Brechts Mutter Courage am Thalia Hamburg

Die Radiokritikerin glaubt: "Diese Mutter Courage wird man nicht vergessen." Die lokale Zeitung ist da gar nicht so sicher, wir waren noch weniger begeistert.

28. Januar 2017: Nicolas Charaux inszeniert am Volkstheater München Das Schloss

Eine Sogwirkung bescheinigen die Kolleg*innen diesem Kafka-Abend – der auch uns einsaugte.

27. Januar 2017: Shakespeares Die Komödie der Irrungen am Wiener Burgtheater

Ein Kollege jubelt, alle anderen stöhnen. Wir sind enttäuscht von Herbert Fritschs Inszenierung.

25. Januar 2017: Hangmen (Die Henker) von Martin McDonagh am Volkstheater Wien

Die ersten Stimmen sind sehr angetan von der österreichischen Erstaufführung durch Lukas Holzhausen. Wir fragen uns, was der Abend im Wien des Jahres 2017 zu suchen hat.

25. Januar 2017: Das große Feuer von Schimmelpfennig in Mannheim

Die Kritiker sind überwiegend enttäuscht von der Uraufführung durch Burkhard C. Kosminski, wir attestieren "eindringliche Leichtigkeit".

25. Januar 2017: Vereinte Nationen von Clemens Setz in Mannheim

Die Kritik zeigt sich weiter inspiriert von diesem Projekt, wobei Setz' Text tendenziell mehr Würdigung erfährt als Tim Egloffs Uraufführung. Wir denken ähnlich.

25. Januar 2017: Thomas Freyers kein Land. August in Dresden uraufgeführt

Düstere Atmosphäre in Thomas Freyer neuem Stück, das Jan Gehler mit Gewinn inszeniert hat, so die lokalen Kritiker. Was wir auch fanden.

24. Januar 2017: Max Frischs Biedermann und die Brandstifter in Bochum

Kurzweilig, nennt der eine Kritiker, betulich der andere die Inszenierung Hasko Webers. Wir haben keinen Zweifel an der Dringlichkeit des Abends.

24. Januar 2017: Jette Steckel stückelt 10 Gebote am DT Berlin zusammen

"Mumpitz", ruft ein Kritiker und wünscht sich einen Blitze schleudernden Gott herbei. "Du sollst nicht öden!" gebietet ein zweiter. Wir stöhnten nach vier Stunden Dekalog-Aktualisierungen von 15 Autor*innen: "Ich bin der Herr? Mein Gott!"

23. Januar 2017: Der Spieler: Dostojewski von Christian Franke

Die Lokalkritikerinnen haben Mühe, der Geschichte zu folgen. Wir freuen uns über einen eigenwilligen Zugriff.

23. Januar 2017: Anne Lenk zeigt Thomas Vinterbergs Das Fest am DT

Am Anfang gibts Sekt fürs Publikum, der hilft aber nicht viel. Denn das suggerierte 'Mittendrin' bleibe als Fake spürbar und die Verhältnisse seien wesentlich eindeutiger als im Film, so die Berliner Kritik über Anne Lenks Inszenierung von Das Fest. Wir sahen es ähnlich. 

23. Januar 2017: Kafkas Roman Amerika in Hannover

Ein Teil der Kritiker*innen hat Freude an der Claudia Bauers Überzeichnung, ein anderer ist ermüdet. Wir sehen Kafkas Komik und Tragik gekonnt ausbalanciert.

23. Januar 2017: Pedro Martin Bejas Faust-Inszenierung in Oberhausen

Die Lokalkritik ärgert sich über oberflächliche Effekte. Wir monieren ausgereizte Theatermittel.

23. Januar 2017: Oliver Zahns Situation mit Zuschauern in München

"Intelligent konzipiert" oder "entbehrlich"? Da sind sich die Beobachter uneins. Wir erlebten eine Skandal-Entschärfung.

23. Januar 2017: Josef Winklers Roppongi in St. Pölten

Julia Josts Dramatisierung ist bei den Kritier*innen umstritten. Wir urteilen: Präzise und bedacht, aber auch mit kapitalen Fehlern.

23. Januar 2017: Utopische Realitäten – Festival im HAU Berlin

Die Zeitungskolleg*innen sind ebenso begeistert von dem Parcours "Eternal Russia" wie von Mariano Pensottis "Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht" – auch wir konnten mit beidem etwas anfangen.

23. Januar 2017: Faust (to go) in Düsseldorf

Eine erste Stimme kann der Inszenierung Robert Lehnigers viel abgewinnen. Unser Urteil: "mobil und absolut schüleradäquat".

23. Januar 2017: King Charles III. von Stefan Otteni inszeniert in Bremen

Die lokalen Kritiken sahen ein "spannendes, unterhaltsames Königsspektakel", wir viele Showeffekte mit Royal-Promis.

21. Januar 2017: Christopher Rüping mit Hamlet an den Münchner Kammerspielen

Rüpings Inszenierung der Geschichte des Dänenprinzen als Amokläufer ist ein Schlachtfest. Die Kritik richtet nun ebenfalls eines an und vernichtet den Abend mit Stumpf und Stil u.a. als "Blutwurst nach Helsingörart". Wir haben lieber gechattet.

21. Januar 2017: Andreas Kriegenburg mit Macbeth am Münchner Residenztheater

Viele Kritiker vermissen an Andreas Kriegenburgs Inszenierung eine eigenständige Lesart, heute findet der Abend jedoch einen beeindruckten Fürsprecher. Wir sahen eine bildstarke Inszenierung.

21. Januar 2017: Thom Luz führt in Basel durch Dantes Inferno

Die Kritik ist zugetan, aber nicht restlos begeistert von Thom Luz' atmosphärenreicher Inszenierung und denkt zuweilen gar an Marthaler. Wir nicht.

21. Januar 2017: Roberto Ciullis magischer Peer Gynt in Mülheim

Die Kritik vor Ort verneigt sich vor den beiden Ausnahmespieler*innen, die im Theater an der Ruhr alle Rollen in Roberto Ciullis Inszenierung des Ibsen-Klassikers spielen. Wir auch.

20. Januar 2017: Molières Der eingebildete Kranke an der Berliner Schaubühne

Ein Kritiker attestiert Michael Thalheimers Inszenierung "freudlos kaltes Konzepttheater". Wir finden: Der Abend leidet an aseptischer Humorlosigkeit.

18. Januar 2017: Philipp Stölzls Karl-May-Fantasie Der Phantast in Dresden

Dieses Projekt hätte eine böse Bruchlandung werden können, aber es nahm ein gutes Ende, freuen sich die Kritiker*innen. Und wir mit ihnen.

17. Januar 2017: Das Licht im Kasten ... am Düsseldorfer Schauspielhaus

Einerlei wie die Kritiker*innen zu der Autorin Jelinek stehen, von der Umsetzung des Textes durch Jan Philipp Gloger sind sie mehr oder weniger beglückt. Wir waren am Ende auch zufrieden.

17. Januar 2017: Karin Henkel mit Tschechows Onkel Wanja am Schauspielhaus Zürich

Kalt, eiskalt ist Karin Henkels Inszenierung, da sind sich die Kritker*innen einig. Wir fanden ihn zudem ganz schön grau.

17. Januar 2017: The Who and The What am Schauspielhaus Hamburg

Das Gros der Kritiker*innen von nah und fern findet das Stück von Ayad Akhtar "ganz am Puls der Zeit" und die Inszenierung mitreißend. Wir sahen einen Abend voller Liebe.

16. Januar 2017: Eine Familie von Tracy Letts in Frankfurt

Die Kolleg*innen erfreuen sich vor allem an den tollen Schauspielerinnen in Oliver Reeses letzter Inszenierung als Intendant in Frankfurt. Uns fehlen die Zwischentöne.

16. Januar 2017: Der Mann, der Liberty Valance erschoss am Berliner Gorki Theater

Die Kolleg*innen sind sich uneins über Hakan Savaş Micans Inszenierung der Erzählung von Dorothy M. Johnson: Zwei Hymnen, ein Verriss. Wir absolvierten eine Lektion "Demokratie für Dummies".

16. Januar 2017: Der gute Gott von Manhattan von Ingeborg Bachmann in Graz

Die Kritiker*innen loben den Abend von Claudia Bossard mit Einschränkungen. Wir fanden ihnen liebenswürdig.

16. Januar 2017: Mein süßes Unbehagen am Theaterhaus Jena

Eine erste Stimme lobt an Hannes Weilers Abend "Schauspielkunst und Erfindungsreichtum". Wir erlitten "Gehampbel und Geschwafel".

16. Januar 2017: Diese Mauer … am Schauspielhaus Wien

Die Kritiker loben Franz-Xaver Mayrs Uraufführung von Miroslava Svolikovas Stück als gewitzt bis aberwitzig. Auch wir haben uns amüsiert. 

16. Januar 2017: Charlotte Salomon in Bielefeld

Die Lokalkritik ist ganz begeistert von der Deutschen Erstaufführung der Oper von Marc-André Dalbavie in der Regie von Mizgin Bilmen. So wie wir auch.

16. Januar 2017: Golden Heart am Theater Bremen

Einen Lokalkritiker stimmte Alize Zandwijk spartenübergreifender Abend "mal traurig, mal frohgemut". Wir fühlten uns verloren.

15. Januar 2017: Guillermo Calderóns Überschreibung von Blaise Cendrars Goldrausch

Wer sich für Blaise Cendrars und seinen Roman interessiere, könne sich Guillermo Calderóns Making-of-Filmfantasie schenken, so die ersten Kritiken. Amüsant sei sie allerdings doch . Was auch wir fanden.

10. Januar 2017: Bov Bjergs Romanstoff Auerhaus in Düsseldorf

Die regionalen Kritiker loben Robert Gerloffs "kluge" Inszenierung des Erfolgsromans, eine überregionale Stimme ist enttäuscht. Unser Urteil: Schnörkellos und konzentriert.

10. Januar 2017: High (du weißt wovon) von René Pollesch am Schauspiel Zürich

Das Gros der Kritiker*innen ist ganz berauscht, nur eine Stimme bleibt nüchtern. Auch uns hat der Abend nicht high gemacht.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13660:inferno-mit-witz-inszeniert-steffen-jaeger-ein-neues-stueck-von-rafael-spregelburd-der-fuer-das-vorarlberger-landestheater-in-bregenz-el-bosco-neu-bearbeitete&catid=38:die-nachtkritik-k&Itemid=40