charts neu

Die nachtkritik-Charts – oder die beinahe wissenschaftliche1 Antwort auf die Frage:
Was müsste ich eigentlich mal angucken?

 

  1. nach Johann Wolfgang Goethe: (1)
    Faust
    Regie: Frank Castorf
    Berlin, Volksbühne Berlin

  2. nach Thomas Melle: (-)
    Die Welt im Rücken
    Regie: Jan Bosse
    Wien, Akademietheater Wien

  3. Elfriede Jelinek: (2)
    Wut
    Regie: Martin Laberenz
    Berlin, Deutsches Theater Berlin

  4. René Pollesch: (3)
    Ich kann nicht mehr
    Regie: René Pollesch
    Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

  5. Schiller: (4)
    Wilhelm Tell
    Regie: Stefan Bachmann
    Basel, Theater Basel

  6. Carl Zuckmayer: (5)
    Der Hauptmann von Köpenick
    Regie: Bernhard Stengele
    Gera und Altenburg, Theater & Philharmonie Thüringen - Gera/Altenburg

  7. nach August Strindberg / Henrik Ibsen / Heinrich Heine: (6)
    Gespenster
    Regie: Sebastian Hartmann
    Berlin, Deutsches Theater Berlin

  8. Kristian Smeds: (7)
    Eisbilder
    Regie: Grazyna Kania
    Rendsburg / Schleswig, Landestheater Schleswig-Holstein Rendsburg / Schleswig

  9. Eugene O'Neill: (8)
    Eines langen Tages Reise in die Nacht
    Regie: Armin Petras
    Stuttgart, Schauspiel Stuttgart

  10. Heinrich von Kleist: (9)
    Michael Kohlhaas
    Regie: Matthias Hartmann
    Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

Theater Charts v2

  1. nach Johann Wolfgang Goethe: (1)
    Faust
    Regie: Frank Castorf
    Berlin, Volksbühne Berlin

  2. nach Thomas Melle: (-)
    Die Welt im Rücken
    Regie: Jan Bosse
    Wien, Akademietheater Wien

  3. Elfriede Jelinek: (2)
    Wut
    Regie: Martin Laberenz
    Berlin, Deutsches Theater Berlin

  4. René Pollesch: (3)
    Ich kann nicht mehr
    Regie: René Pollesch
    Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

  5. Schiller: (4)
    Wilhelm Tell
    Regie: Stefan Bachmann
    Basel, Theater Basel

  6. Carl Zuckmayer: (5)
    Der Hauptmann von Köpenick
    Regie: Bernhard Stengele
    Gera und Altenburg, Theater & Philharmonie Thüringen - Gera/Altenburg

  7. nach August Strindberg / Henrik Ibsen / Heinrich Heine: (6)
    Gespenster
    Regie: Sebastian Hartmann
    Berlin, Deutsches Theater Berlin

  8. Kristian Smeds: (7)
    Eisbilder
    Regie: Grazyna Kania
    Rendsburg / Schleswig, Landestheater Schleswig-Holstein Rendsburg / Schleswig

  9. Eugene O'Neill: (8)
    Eines langen Tages Reise in die Nacht
    Regie: Armin Petras
    Stuttgart, Schauspiel Stuttgart

  10. Heinrich von Kleist: (9)
    Michael Kohlhaas
    Regie: Matthias Hartmann
    Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

 

1 Die nachtkritik-Charts erfassen die Stimmenvielfalt aus Nachtkritiken, Kritikenrundschauen und Leserbeteiligung in einem Algorithmus. Die zehn Inszenierungen, die aus diesem Zahlenspiel resultieren, sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen. Die Charts werden ein Mal pro Woche aktualisiert. In Klammern steht die Vorwochenplatzierung. Charts-Tag ist Mittwoch.
(Aktueller Stand: 15. März 2017)

Kommentare  

#1 2011-05-04 11:38
nachtkritik-Charts: überflüssig und lächerlich----
Eine wirklich absurd überflüssige und fast lächerliche Einrichtung...
#2 2011-05-04 13:40
nachtkritik-Charts: hervorragend und lustigchartfan
Eine ganz hervorragend und lustige Idee.
#3 2011-05-04 14:12
nachtkritik-Charts: sicherer WegTh. Rothschild
Prognose: weder überflüssig und lächerlich, noch hervorragend und lustig, sondern ein sicherer Weg zu mehr Clicks (gut) und mehr Leserbriefen (auch von Lobbys), die einzelne Inszenierungen auf die Liste hieven wollen. Wetten?
#4 2011-05-04 14:22
nachtkritik-Charts: Glückwunsch zum ViertenArkadij Zarthäuser
Naja, nicht daß jetzt die "gut"-"prima"-"klasse Abend"-Kommentare, die durch die neuen Kastengrößen eher nahegelegt werden, zu sehr auf den Algorithmus schlagen, sonst werden die diversen Theater noch einige 1-Euro-Jobber anstellen, um Aufführungen ihres Hauses dementsprechend zu pushen etcpp., auch Falk Richter könnte da wieder schwach werden, seine Abende in tausend Zungen selbst zu besprechen. Aber, ernsthaft: Der Rankingflut ist übergenug in diesem Land, es erscheint mir höchst albern, dieses Spiel bei nachtkritik de. auch noch verstärkt zu kultivieren, zumal nachtkritik de. sich vor kurzem noch im "Abstiegskampf" befand; es reicht gerade, wenn in NRW und Hessen die Regional-TTs zu "Exellenztreffen" umfunktioniert werden, ganz dem windschnittigen Zeitgeist (Bologna !) folgend, währenddessen andere Regionaltreffen vielleicht ganz eingestampft werden (siehe Beiträge zum Norddeutschen Theatertreffen): mir wird Stockmanns Tirade gegen das "Bewertungskompetenzgold" vom vorigen Jahr wieder ein wenig sympathischer: auch ein Effekt. Aber, was ich eigentlich schreiben wollte: Glückwunsch zum Vierten, nachtkritik de., ein Alter, in dem "man" meist schon beginnt, "Charts" zu verwerfen..
#5 2011-05-04 14:39
nachtkritik-Charts: Blick wird verengtgeorg
Solche Listen verengen den Blick und verkleinern das Denken. Schade.
#6 2011-05-04 15:12
nachtkritik-Charts: Gebt mir ein LeitbildStefan
Wann kommen eigentlich die facebook-teilen- und find-ich-gut-Buttons, ohne die eine Theaterseite neuerdings auch nicht mehr auskommt? Man müsste mal wieder ins Theater gehen. Ja, aber in welches bloß? Bitte, gebt mir ein Leitbild.
#7 2011-05-04 15:38
nachtkritik-Charts: das NachdenkenStefan
"Ein Algorithmus ist eine aus endlich vielen Schritten bestehende eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen." (Wikipedia)
Frage: Gab es irgendein Problem zu lösen, oder werden Probleme nicht erst dadurch geschaffen, etwas als lösbar erscheinen zu lassen, was in Wirklichkeit aber von endlos vielen anderen Faktoren abhängt? Habt ihr Euch da ein extra Programm schreiben lassen oder wie funktioniert euer Zauber-Algorithmus? Das in Listen Denken lenkt den Menschen vom eigentlichen Nachdenken ab. Und was macht jetzt eigentlich der Theaterbesucher einer Stadt, die hier nicht aufgelistet ist? Muss der sich jetzt mit seinem Scheiß-Theater abfinden oder braucht der sich nur eine Bahncard zu kaufen, um endlich gutes Theater zu sehen? Probleme über Probleme, gut dass es Nachtkritik gibt.

Hinweis der Redaktion:
Sehr geehrter Stefan,
die Liste gibt Links zu Texten, an deren Beschreibungen und Wertungen man - sofern man dem Link folgt - konkret überprüfen kann, was Kritiker und Publikum an dem zugrunde liegenden Abend bewegt, was sie inhaltlich und ästhetisch daran umtreibt. Die Charts sind also einer von mehreren Wegen hin zu einem Nachdenken über das Theater. Sie bewahren für Leser über die Tagesprogramme hinaus diejenigen Abende auf, die eine gesteigerte Aufmerksamkeit erhielten.
#8 2011-05-04 15:45
nachtkritik-Charts: wie man die Welt organisiertFriedhelm Teicke
Bin mit Platz 1 voll und ganz einverstanden. Diese Produktion ist berührend, erhellend und mitunter irritierend - also alles, was gutes Theater braucht. "Before your very eyes" ist auch mein Liebling des Jahres bislang.
Ob man solche Listen grundsätzlich braucht, ist umstritten, seitdem die Popliteraten anfingen die Welt nach dem Modell der Charts zu organisieren. Aber wer's nicht mag oder braucht, muss ja nicht diese nachtkritik-Charts anklicken. Die Neugierde lässt's viele dennoch tun. So what.
#9 2011-05-04 16:01
nachtkritik-Charts: nichts Verengendes gesehenHans-Peter Ivo
@ Georg
Wenn ich auf dieser Liste Rudolstadt, Gob Squad und das Burgtheater Wien zusammen sehe, dann kann ich nicht finden, dass das den Blick verengt. Oder jedenfalls nicht mehr als die tägliche Feuilletonberichterstattung aus den großen Theatern oder das Theatertreffen mit seiner Leuchtturmpolitik. Warten wir doch mal ab, was sich da tut auf diesen Listen. Die Idee kommt mir ganz lustig vor.
#10 2011-05-04 16:39
nachtkritik-Charts: der Klick macht'sStefan
@Redaktion
Mag ja sein, dass man beim Lesen darauf kommt, aber lesen tut man doch auch ohne Charts, oder etwas nicht? Ich kann daraus keinen Algorithmus ableiten. Es ist schon so wie Th. Rothschild schreibt, der Click macht`s. Das ist letztendlich auch nur eine andere Art von Find-Ich-Gut-Button.
#11 2011-05-04 17:07
nachtkritik-Charts: gab es je vergleichbar Komisches?Arkadij Zarthäuser
Nun gut, Lustiges wird es bestimmt geben von Woche zu Woche; dafür sorgt alleine schon eben jener "Algorithmus", der jetzt wahrscheinlich das Coca-Cola-Rezept als geheime Verschlußsache
ablösen wird (ist auf jeden Fall immer wieder ein bißchen spannend, zu verfolgen, ob sich das "Klick-" und Postingverhalten
signifikant ändert, aber die Ranking-Flut-Hinweise überwiegen bei mir dennoch): vor allem wird es dann wohl eine sehr ungewöhnliche Chart-Liste werden, da es ja Inszenierungen gibt,
die auslaufen (beispielsweise die "Hundsprozesse" am 22.5.2011). Soetwas wie "Charts mit Verfallsdatum", und wenn das Stück dann zum TT eingeladen wird mit "Reentryxhance qua TT-Nominierung"- gab es je vergleichbar Komisches ?
Man stelle sich vor, Herr Pilz bespricht ein Theaterbuch, in dem auch Kritiken älterer Stücke vorkommen, und plötzlich wird wieder verstärkt beispielsweise Steins "Kirschgarten" diskutiert, oder es gibt eine neue Videoedition bestimmter Stücke, die dann wieder aufgefrischt diskutiert werden etcpp.:
vielleicht sind ein paar Angaben darüber, wie der besagte "Algorithmus" das alles auswurstet, nicht weniger amüsant als das ganze Unternehmen, das ja offenbar auf zur Zeit laufendes Theater verweisen soll (also stimmt dann die "Verfallsdatumsversion" ??) -"nur" auf das von nachtkritik de.
besprochene ?, oder werden jetzt zur Unterstützung der Charts die Leserkritiken mit Kommentarfunktion versehen ??-.
Witzig sind ja auch die Klammern mit den Vorwochenplatzierungen: Waren die Kieler "Cäsars" Ihrerzeit auch Top Ten, und wo liegen sie heute ?
Jetzt interessiert mich das wirklich schon fast..
#12 2011-05-04 17:51
nachtkritik-Charts: blöde Facebook-StatistikenMutti
Ich finde diese Charts genauso blöd wie die theater- heute- spielzeit -end Ausgaben mit den Menschen des Jahres. Ich dachte, genau davon wollte sich Nachtkritik mal unterscheiden... Ich finde, daß sind blöde Facebookstatistiken.
#13 2011-05-04 18:01
nachtkritik-Charts: man erhält AnregungenArkadij Zarthäuser
@ Stefan

Daß ich nicht an solche Listen glaube, ist die eine Sache, daß
"man" Theaterabende gut und gerne auch ohne sie aufzufinden in der Lage sein kann (es gibt vielfältige Möglichkeiten), haben Sie zum Beispiel gerade wieder bewiesen, indem Sie den 1.Mai nutzten, die jetzige Chart-Nr. 6 anzusteuern. Ihre Seite und -nicht zuletzt- der Bolzplatz, wie Sie ihn einst nannten, sind immer wieder einmal gut für eine kleine Empfehlung, auch wenn "man" diese ebenfalls nicht gegen das Eigenerleben und Selbstfinden eines Abends setzen/ausspielen sollte, die wohl das A und O bleiben sollten und bleiben werden; mit einem Wort: man erhält halt Anregungen
(bei "Die Sorgen und die Macht" und "Schernikau, Sehnsuchtsland" war das für mich sehr hilfreich und schön, sympathisch und wohltuend -soetwas können "wir" ja versuchen, mit anderen "Bolzern" weiterhin zu tun, dann wird man Halle und Chemnitz auch nicht so schnell als "Provinz" abkanzeln, als seien wir alle Römer und nur Rom lebenswert etcpp., im übrigen sind die kleinen Veränderungen auf der Linkliste Ihres und eines "Nachbarblogs" von mir nicht unentdeckt geblieben, eine weitere begrüßenswerte Entwicklung meineserachtens, by the way: "Wo ist eigentlich Flohbär geblieben ???"). Grüße aus dem neuen Internetcafe am Kieler Südfriedhof !
#14 2011-05-04 18:43
nachtkritik-Charts: redundantBritta
Ich empfinde diese Chartslisten auch irgendwie als redundant. Diese passen zu den Worten von Hartwig Vens, welcher sich in der aktuellen "Spex" auf den britischen Musikjournalisten und Kulturwissenschaftler Mark Fisher und dessen Buch CAPITALIST REALISM beruft. Zitat Vens:

"Womit wir es heute zu tun haben, ist nicht die INKORPORATION von vormals subversiven Haltungen, Praktiken, Artefakten, sondern ihre PRÄKORPORATION: 'Die Vor-Formatierung und Gestaltung von Wünschen, Bestrebungen und Hoffnungen durch die kapitalistische Kultur.'"

Ich such mir meine Theaterereignisse lieber selbst aus. Und ob das dann mit irgendwelchen Charts übereinstimmt oder nicht - mir doch egal.
#15 2011-05-04 18:50
nachtkritik-Charts: mehr ein Spiellist
entspannt euch! es gibt auf nachtkritik doch jede menge kritiken und rundschauen, kommentare und so, die charts sind doch nur dazu, was lustiges, mehr ein spiel, das muss man doch nicht so verbissen nehmen,.
#16 2011-05-04 19:16
nachtkritik-Charts: den Untergang des Theaters ausrufenHans-Peter Ivo
@ list
Die Verbissenheit ist das Charakteristikum des Nachtkritik-Users. Auch wenn hier 1000 seriöse Angebote gemacht werden, wird sich der User immer auf das "h" von posthum oder auf das kleine spielerische Surplus stürzen, um den Untergang des Theaters und überhaupt aller Kultur auszurufen.
#17 2011-05-04 19:26
nachtkritik-Charts: System leuchtet mir nicht einStefan
PRÄKORPORATION ist schön, darf ich das mit Vorkauen oder Vorverdauen übersetzen, dann passt es gut. Wir würden demzufolge als Verwerter von Chartlisten Wiedergekäutes in uns aufnehmen. Nun wird ja von Nachtkritik behauptet, dass sich die Chartplatzierung aus der Wertung verschiedener Kriterien und Bewertungen zusammensetzt, also keine reinen Verkaufscharts sind, was im Theater auch kaum machbar wäre und eher verzerrend zu Gunsten großer ausschlagen würde. Mir leuchtet das System trotzdem nicht ein, schon durch die Vorauswahl überhaupt auf Nachtkritik besprochen zu werden, wird eine Präkorporation, oder ich würde mal besser Präqualifizierung sagen, vorgenommen. Ein Nonameprodukt wird nicht sofort von Null in die Top-Ten stürmen, wenn nicht vorher ein bisschen nachgeholfen wird.
#18 2011-05-05 00:37
nachtkritik-Charts: Unverständniserna
das wort lustig in diesen zusammenhängen ist dermassen unpassend und dann geht doch einfach nochmal dsds in der wiederholung schauen - was sollen solche listen und charts?
#19 2011-05-05 04:32
nachtkritik-Charts: nur Premieren der letzten Wochevanessa
das sind doch lediglich die premieren der letzten woche. also, jeden mittwoch, wird ab jetzt noch einmal die liste der premieren der letzten woche als "charts" bekanntgegeben? ist nk das opfer von dubiosen marketingstrategen geworden? so kriegt man das kleine restaurant auch nicht mehr hoch

(Werte Vanessa,

"Der gute Mensch von Sezuan" hatte bereits am 14. April Premiere, "ÜberLeben" am 8. April, "Platonow" am 1. April.

MfG, Georg Kasch für die Redaktion)
#20 2011-05-05 05:17
nachtkritik-Charts: Wo bleibt die Substanz?Max
Willkommen bei der BRAVO.
Sie entweihen das Theater.
Sie entweihen die Kunst.
Die Hitliste widert mich an.
Die Hitliste ist mir peinlich.
Wo bleibt die Substanz?
Wenn Sie Ihre Richtung weiter verfolgen wollen, nehmen Sie sich nun ein Beispiel am Kicker und benoten die Schauspieler und stellen ein Ensemble des Premierenwochenendes zusammen.
Theatercharts - ich fass es nicht.
Bitte, lassen Sie in Zukunft die Finger von diesem Metier, schließen Sie Ihre Website.

Mit freundlichen Grüßen,
#21 2011-05-05 13:51
nachtkritik-Charts: amüsante UntergangsstimmungProspero
Es ist, wenn ich das richtig verstehe, wenig mehr als eine nette Spielerei. Und geht es beim Theater nicht gerade ums Spielen - auf mehr als einer Ebene? Ich finde es allerdings noch viel amüsanter, wie einige Kommentatoren es schaffen, hierin eine Art Untergang der abendländischen Kultur, des Theaters und der Kunst überhaupt zu sehen. Die Nachtkritik-Charts als Vorbote der Apokalypse - ein wie ich finde hübscher Gedanke.

PS: Man kann die Gesichtmusuklatur übrigens auch zu anderen Dingen als der Herstellung von Sorgenfalten nutzen...
#22 2011-05-05 14:34
nachtkritik-Charts: alltägliches AufmerksamkeitstheaterPeter
In einer auf Ranking versessenen Gesellschaft folgt es einer allgemeinen und weiteren Tendenz kultureller Infantilisierung und bedient das alltägliche Aufmerksamkeitstheater. Der allgemeine und auch zufällige Durchsatz wird plötzlich in Reihenfolge "objektiviert" - als ob es bei Kunst einen solchen Reihenfolgen - Vergleichswert gäbe. ( ganz abgesehen davon, dass die einzelnen Inszenierungen sicher Qualität haben etc....)Schade .
#23 2011-05-05 14:53
nachtkritik-Charts: das Gegenteil von VielfaltJack
Auch ich empfinde die Nachtkritik Charts als befremdlich gerade auf dieser Seite, weil sie den allgemeinen Trend noch befördern, dass eine Produktion dann ein Erfolg ist, wenn sie die größtmögliche Aufmerksamkeit in der (überregionalen) Presse erlangt. Wer in diesen Charts ganz nach oben kommen will, muss eine Uraufführung zu einem möglichst provokativen Thema auf den Spielplan setzen, die Premiere zu einem Skandal ausbauen und möglichst noch den Widerspruch von lokalen Politikern hervorrufen: Daraus resultiert, ganz viel Aufmerksamkeit und vielleicht der Sprung auf die Nummer eins. Wer jedoch am Stadttheater XY einen jungen Regisseur engagiert, der sich anschickt, einen Klassiker aus heutiger Sicht mit ruhiger Hand zu durchdringen, wird es kaum nach ganz oben schaffen. Gerade Nachtkritik geht es doch um die VIELFALT der deutschen Theaterlandschaft, die Einrichtung einer Hitliste (wie ernst sie auch immer gemeint sein mag) verkörpert das genaue Gegenteil. Schade!
#24 2011-05-05 16:00
nachtkritik-Charts: mal genau auf die Liste gucken@jack
wie man an dieser liste sehen kann, ist das quatsch: keine uraufführung oder provokante themen oder sonstwas, sondern gute inszenierungen offenbar. man muss dann schon mal genau auf die liste gucken und die kritiken lesen, ehe man hier herumschimpft. und ich dachte immer, auf nachtkritik sind leute unterwegs, die lesen können. offenbar nicht, aber blöken kann jeder.
#25 2011-05-05 16:57
nachtkritik-Charts: muss man nicht nutzen@alle
Ist es denn so dass sich nachtkritik über diese charts definiert? Das scheint mir nicht der fall zu sein, aber einige hier tun so, als ob mit diesen charts der rest der nachtkritik abgeschafft sei. Ich werde mir diese charts vielleicht mal aufrufen, weil ich z.b. diese erste liste ganz interessant finde (kimmig auf 10, ist da die premiere nicht schon ein paar wochen her? 2 x köln, naja, aber immerhin auch leipzig und rudolstadt), und wenn ich keine lust darauf habe, dann rufe ich sie eben nicht auf. Wieso sind denn immer so viele von einem neuen angebot geschockt? Sie müssen es ja nicht nutzen.
#26 2011-05-05 17:31
nachtkritik-Charts: Wahrnehmung und AlgorhitmusBritta
@ 25.: Ach so, und Sie wollen hier jetzt also für "alle" sprechen? Allerdings geht es mir persönlich gar nicht um das "Geschockt-Sein", auch nicht um den "Untergang des Abendlands". Es geht lediglich um die Frage, ob man diese Listen wirklich braucht. Als ob man die Wahrnehmung von Theater in demselben Maße "algorithmisch" objektivieren könnte wie das Toreschießen beim Fussball. Da würde ich mich Peters (22.) Formulierung anschließen.
#27 2011-05-05 17:38
nachtkritik-Charts: Unmöglichkeit und MethodeStefan
Bööh, ich würde hier gerne noch mal reinblöken wollen. Auch ich habe mir die Liste angesehen und war sogar in einigen der Inszenierungen. Das mag ja alles so ganz schlüssig sein und sicher auch einen nette Spielerei. Was aber definitiv nicht sein kann, ist die Platzierung von Christiane Pohles Drei Schwestern in dieser Liste. Wie geht das, bei zwei guten und zwei schlechten Kritiken, 2 Kommentaren und jeder Menge Zuschauer die in der Pause gegangen sind? Ich kann das nachvollziehen auch Berliner Kritiker sind in der Pause gegangen. Die Inszenierung ist schlichtweg misslungen und steht hier auf Platz 6 und Drei Leben nur auf Platz 10!?

(Anm.
Verehrter Stefan, ein Zeitfaktor arbeitet gegen alle Inszenierungen, sodass die Charts in Bewegung bleiben. So erklärt sich, dass "Über Leben", das überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit erhielt, aber schon Anfang April erschien, bereits in den unteren Rängen zu finden ist. Die Charts listen nicht das ultimativ Bleibende (wer könnte das auch!), sondern halten aktuell stark beachtete Abende über den Premierentag hinaus im Bewusstsein. Für eine gewisse Zeit. Sie ersetzen also keine Jahresumfragen und ähnliches.
Gruß von den Redaktions-Chartisten)
#28 2011-05-05 18:38
nachtkritik-Charts: Zeit und MinderungStefan
@ Redaktion
Aha, also auch noch ein Zeitfaktor, wie schlägt der sich denn nieder? Ich weiß ich bin penetrant, aber ist denn eure Formel so geheim wie das Coca-Cola-Rezept, dass man sie hier nicht mal öffentlich machen kann?

(Lieber Verehrter, Sie sagen es geradeheraus und ganz zutreffend: Coca Cola. Die Ingredienzien der wirklichen Erfolge bleiben geheim. Es ist eigentlich wie beim Theater, da wissen wir ja auch nie warum dies klappt, aber jenes gar nicht. Also: geheim, geheim, geheim.)
#29 2011-05-05 19:41
nachtkritik-Charts: Cola und Vita-ColaStefan
Na dann hört mal her, ihr Re(d)Aktion-(Ch)Artisten, dann trinke ich eben ab heute Vita-Cola, da weiß ich wenigstens was nicht drin ist.

(Lieber verehrter Herr Stefan,
obwohl es sich bei Vita Cola um den ehemaligen Sponsor des hierorts außerordentlich geschätzten FC Hansa Rostock handelt, können wir nicht wirklich zum Genuss zuraten. Sie wissen ja aus Erfahrung selbst: Der Zitruszusatz verdirbt den Geschmack.
Mit besten Wünschen
die Redaktion)
#30 2011-05-05 20:42
nachtkritik-Charts: Gekleistert und GrabenkriegMiranda
ach leute, spendet für japan oder fangt ähnlich sinnvoleres mit eurer zeit an ..

da gibt's dann jetzt also diese charts. nach irgendwelchen kriterien zusammengekleistert, welche zu verraten sich die redaktion zu schade ist.
diese debatte ist doch jetzt schon genauso enervierend wie der alljährliche tt-grabenkrieg

wer wissen will, wohin es gehen sollte, schaut in die liste rein und gut is'.
und wem das alles am allerwertesten vorbeigeht, der lässt es bleiben.
der mensch ist doch ein selbstbestimmtes dingens und so. your decision. raus in die sonne.
#31 2011-05-05 21:22
nachtkritik-Charts: Absicht und ZielLautreamont
Jetzt hat diese Bestenliste schon voll ihr Ziel erreicht. Eine Diskussion anzuregen, hoffentlich nicht nur über Sinn und Unsinn solcher Listen. Die Inszenierungen sind es auf jeden Fall wert diskutiert zu werden. Ein Weg den Blick zu weiten und zu denken-wer es will und kann.

(Lieber Lautreamont,
bitte, keine Bestenliste. Inszenierungen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, trifft es genauer.
Gruß
nikolaus merck)
#32 2011-05-05 21:29
nachtkritik-Charts: Ranking und DurchschnittPeter
In jedem Ranking steckt ein ökonomischer Verwertungsgedanke, in dem man sich auf eine wie auch immer gehaltene Allgemeinheit bezieht, die das ganze auf seine Verdaulichkeit hin prüft, das bereitet im Zusammenhang mit Kunst und Theater einfach Unbehagen, egal wie spielerisch oder lustig das ist, man fokussiert und Abseitiges oder Schräges fällt mangels infrastruktureller Aufmerksamkeit durch den Rost - man einigt sich auf den konsumierbaren und "angesagten" Durchschnitt...das ist auch in der Musik leider schon gängige Praxis und schlicht Langweilig
#33 2011-05-05 23:56
nachtkritik-Charts: Kwas, Gesichtsmuskeln und 1 BitteAhoy Brause
Genau. Vita Cola ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht ohne Anwert, denn dank des auch mir bekannten Zitruszusatzes erinnert dieses Erfrischungsgetränk (!) gerne einmal daran, daß die Gesichtsmuskulatur noch für andere Übungen gut ist als zum Sorgenfaltenlegen; ich habe letztens erst meinen Lieblings-Kwas gefunden (wie
schön wäre das, wenn der FC Energie dafür werben könnte, wie schön ist die Pleite von RB Leipzig !!) und brauche jenen Ami-Fusel nicht mehr (aus dem Cola- ins Kwasalter der Geschmacksnerven ?!), weitestgehend. Für meinen Fall geht es ja auch weder um den Untergang des Abendlandes noch den Untergang dieser Seite,da gibt es auf den 1000 seriösen Pfaden gewiß mehr Stoffe, das zu diskutieren, schön, wenn jemand hier die 1000 "seriösen" Pfade sieht, das Spiel dann jenseits von seriös und nochmals seriös, noch nicht einmal um die Frage danach, ob die Seite nachtkritik de. nun qua "Charts" einen Zitrusgeschmack erhält, es ist nun einmal offenbar nur nicht "mein" Spiel (das verkrafte ich), und soll es auf ansteuerbare Inszenierungen verweisen, bindet es schlichtweg durchaus redaktionelle Kraftreserven, darf ich vermuten, auch wenn das strenggenommen auch nicht mein Bier ist: daher mein Hinweis auf "auslaufende Inszenierungen", frei nach dem Motto:
"Unsere Nr. 1, nur noch diese Woche bzw. zum TT wieder in den "Charts"", und begünstigt vermutlich jenes von Herrn Rothschildt und mir annährend zeitgleich in die Tasten gehauene anzunehmende Postingverhalten: auch das darf ich skeptisch sehen, ohne gleich eine Litanei über Abendlanduntergang und Gesichtsmuskeln zu vernehmen, erst recht nicht von Postern, die ihre Seite -trotz (selbstbekundet) großen Fußballinteresses- klinisch rein von spielerischem Einfluß mir zu halten scheinen.

(Lieber AZ,
wissen Sie, Sie würden den gestressten RedakteurInnen und Lesern die Lektüre ungemein erleichtern, wenn Sie Ihrem Plaudern ein wenig Straffung und mehr Kürze angedeihen ließen.
Herzlicher Gruß
nikolaus merck für die Redaktion)
#34 2011-05-06 00:14
nachtkritik-Charts: nie genug Charts in der WeltDavid Gieselmann
Ich finde ja immer, es kann nicht genügend Charts in der Welt geben, und hier bei Nachtkritik im Besonderen gefällt mir der ironisch-subjektive Unterton des Scheinobjektiven. Eigene Charts zu erstellen war schon immer eines meiner Hobbies (siehe in meinem Blog), und ich kann's den Nachtkritiklern nicht verdenken, mit mir ein Hobby zu teilen: Prima!
#35 2011-05-06 01:05
nachtkritik-Charts: Austeilen, einsteckenArkadij Zarthäuser
Sehen Sie, Herr Merck, da haben Sie es mal wieder, die Sache mit dem Humor, dem Austeilen- und Nicht-Einsteckenkönnen; Sie hätten einfach nur antworten brauchen auf
einfache Fragen zu dieser Ranking-Liste (der Hinweis auf den Charakter der Charts,
auf aktuell laufendes Theater zu deuten, stammt von Seiten nachtkritik de.s), anstatt hier anmaßend den Gemeinwillen der Leserschaft zu geben: jetzt verraten Sie ein wenig davon, wie brüchig es um den redaktionellen Spielsinn bestellt ist, zumindestens wenn bestimmte Kräfte dieses Amt verwalten! Die "Gänseparabel" von Kierkegaard, dessen 198. Geburtstag heute ist, paßt gut zu den Charts- senden Sie sie oder senden Sie sie nicht, es ist jetzt tatsächlich mein letzter Beitrag bei
nachtkritik de. in dieser Spielzeit (zwecks Straffung und Kürze).
#36 2011-05-06 01:09
nachtkritik-Charts: öffentlicher AnspruchPeter
wenn du das privat machst, ist das doch super, ein Portal ist einfach mit seinem "öffentlichen"
Anspruch anders konditioniert...
#37 2011-05-06 01:16
nachtkritik-Charts: Kierkegaards nachtkritik-ChartsArkadij Zarthäuser
"Das Gänsegleichnis" von Sören Kierkegaard zu Zeiten der nachtkritik-Charts

Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunderbaren Hof. Sie veranstalten alle 7 Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredte Gänserich mit ergreifenden Worten ...; um es kurz und leserlich zu machen: Fliegen tun sie nicht !!
#38 2011-05-06 03:10
nachtkritik-Charts: was man nicht schauen muss..@..
aber bitte auch die top 10 für: "was ich unbedingt nicht angucken muss"! bitte bitte bitte, damit es mal amtlich ist, wieviel müll auch auf den bühnen gegeben wird... ach, gleich eine top 50 dafür. bitteeee!
#39 2011-05-06 12:16
nachtkritik-Charts: neu auf Platz 1Prospero
Ich gehe mal davon aus, dass die nächsten Nachtkritik-Charts eine neue Nummer 1 haben: die Nachtkritik-Charts!
#40 2011-05-06 12:25
nachtkritik-Charts: schauen oder nicht-schauenvanessa
@ ...@... alles was nicht auf der liste ist, mußt du nicht schauen. klar?
#41 2011-05-06 12:42
nachtkritik-Charts: nicht so wichtig wie der Untergang des AbendlandsPeter
Ich habe gestern zum ersten Mal hier einen Kommentar abgegeben, weil ich die Idee nicht glücklich fand. Heute noch einmal den Fortgang überflogen. Kluge und dumme, nichts sagende und lustige Argumente, das Ergebnis ist unscharf, banal und ermüdend, eben der Durchschnitt - auch eine (Chart) Allegorie auf die Zufälligkeit der Leute, die sich angesprochen gefühlt und geäussert haben. Mir ist es inzwischen egal, der Gegenstand der Erregung verflogen - in meinen Augen hat die Redaktion ein bisschen an Achtung verloren, weil ich den gedanklichen Ansatz billig und falsch finde - das ist weder der Untergang des Abendlandes - noch wichtig - aber es sind ja eh nur die Summen kleiner Schritte, die uns egal sind, die letztlich den Blick verändern. Meine Lust auf Kommentare ist vorerst gestillt. Aber eine interessante Erfahrung.
#42 2011-05-06 13:47
nachtkritik-Charts: WunschkonzertLautreamont
Kierkegaard eignet sich leider nicht für eine Bewertung der "Charts", die Parabel ist eher ein Beispiel für die Differenz von Wunsch und Wirklichkeit. "Das Leben ist eben kein Wunschkonzert", so heisst es etwas knapper beim Volke.
Die Liste ist doch herrlicher Stoff für Missverständnisse, lieber Herr Merck, es handelt sich natürlich nicht um eine "Bestenliste", sondern nur um eine "Liste der Besten".
#43 2011-05-06 14:47
nachtkritik-Charts: zuviel Zeit?p.o.p.
aha. dafür soll man also spenden. die überlastete und unterfinanzierte nachtkritik redaktion hat zu viel zeit und installiert aus langeweile alberne gimmiks, anstatt zb mal öfter in aufführungen der freien szene zu gehen oder bessere jungautoren zu casten.
#44 2011-05-06 16:52
nachtkritik-Charts: ich schäme michpionier1
also wirklich, das ist schon peinlich, sone lieblingsauswahl. wenn es wenigstens eine offene internetwahl gäbe. da fehlen nur noch die 10 (...) inszenierungen, die man auf keinen fall sehen sollte!

ich schäme mich für euch.
#45 2011-05-06 19:28
nachtkritik-Charts: Hilfe!, wie konservativFrank
Mein Gott seit sind hier viele Konversativ. Es gibt Kinocharts, Musikcharts.... Warum dann nicht Theatercharts? Ich gehe jedenfalls mit diesen Tabellen um wie mit allen Charts: Ich freue mich sehen zu können, was grade heiß diskutiert wird (ungleich was "in" ist) und mache mir dann selber ein Urteil, welches Stück ich interessant finden könnte. So eine kleine Idee hilft ein bisschen, Theater wieder hip zu machen. Finde es manchmal nervig, dass das Publikumsalter in dem ich sitze meistens dreißig Jahre über dem meinen ist.
#46 2011-05-11 15:21
Charts: verdientgorki-fan
verdient ganz oben in den charts- zwei wirklich uneingeschränkt empfehlenswerte inszenierungen des maxim-gorki-theaters!
#47 2011-05-11 17:09
nachtkritik-Charts: Mittelakquise als SpielPredrag Jokovic
Wieso ? Der TT-Erpulat und die TT-Jelinek- das TT ist doch zum einzigen Hymnus darauf verkommen, gut, wenn Herr Krug im "Freitag" zumindestens an den Hype erinnert und ein wenig für historische Einbettung und Erdung von dat Janze sorgt-, die
sind doch beide von nachtkritik de. besprochen und beherrschen beinahe die Szenerie (oder täuscht das)- das scheint der Algorithmus, einzig er ?!, anders zu sehen.
Richtig für mich, was Peter schrieb: Ökonomischer Verwertungszusammenhang- die Charts: das ist Mittelbeschaffung pur, was dahintersteht: Spendinos kleine Schwester !
Coca-Cola wäre hier ja eher "Theater heute": Wenn deren Club ein Rostocker Spieler gefällt, na, dann wird er halt gekauft, mindestens um ihn geworben: "Freunde fürs Leben" -wie es bei Th
so treffend heißt- gesucht !, Karrieren (der NachtkritikerInnen) geschmiedet. Nachtkritik ist selbstbewußter geworden, so scheint es, versteht sich selbst wohl fast schon als das neue, jedenfalls als das von morgen, Leitmedium des Theaters: Adieu Regietheater, es lebe das (Nacht-) KritikerInnentheater: Charts sind für einige Gemüter wie der erste Schritt dorthin, Mittelaquise wird als Spiel kaschiert unterdes; man muß das nicht so "ängstlich" sehen, denke ich, kann aber den Einwand einiger hier sehr gut verstehen: die Charts stehen im Umfeld manch anderer Entscheidung der letzten Zeit: nachtkritik de. war beim Friseur..

(Sehr geehrter Herr Jokovic,
Die Charts von nachtkritik.de listen jüngst zur Premiere gebrachte und entsprechend aktuell beachtete Inszenierungen; die fraglos viel beachteten Einladungen des Theatertreffens fallen aus dem zeitlichen Raster heraus.
für die Redaktion Christian Rakow)
#48 2011-05-12 15:39
nachtkritik-Charts: Frage + Antwort@Redaktion
Wo sind denn jetzt die Wochennummern hin? Gehört es nicht zu einer Chart-Liste, daß ich sehen kann, wie lange sich der eine oder andere Titel schon auf diesem oder jenen Platz hält, aufsteigt oder abrutscht?


(Werter Leser,
Sie haben ja Recht, die Vorwochen-Platzierung gehört zu den Charts dazu. Und ab nächsten Mittwoch werden Sie sie bei uns auch finden.
Schöne Grüße,
Anne Peter für die Redaktion)
#49 2011-05-13 11:59
nachtkritik-Charts: die Halbwertszeit von ListenTh. Rothschild
Eine Liste vom vergangenen Mittwoch, also vom 11. Mai? "Car Wash / Das Gestell" "müsste ich eigentlich mal angucken"? Pech gehabt. Die Doppelvorstellung fand am 7. Mai zum letzten Mal statt. So kurz ist die Halbwertzeit von Listen.

(Sehr geehrter Herr Rothschild,
die jüngsten Premieren, nicht die nachfolgende Spielplangestaltung der Theater sind Gegenstand der Charts. Immerhin befindet sich "Das Gestell" weiter im Repertoire des Stuttgarter Hauses.
Mit den besten Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
#50 2011-05-13 13:09
nachtkritik-Charts: wenn das Lieblingsgericht aus istTh. Rothschild
Verehrter Herr Rakow, danke für die Auskunft. Und doch ergibt sich die Frage, wie man sich im Sinne der redaktionellen Fußnote "eigentlich mal angucken" soll, was einem die Spielplangestaltung vorenthält? Wie ich es sehe, gibt es zwei Möglichkeiten: Man formuliert den Satz um ("hätte ich eigentlich mal angucken müssen"), oder man nimmt Rücksicht (im Sinne von Vor-Sicht) auf den Spielplan. Das schützt vor herben Enttäuschungen. Die ich immer empfinde, wenn just das Lieblingsgericht, das ich aus der Speisekarte gewählt habe, "aus" ist.

(Sehr geehrter Herr Rothschild,
ich kann Ihre Bedenken gut nachvollziehen, aber zum Glück ist das Verschwinden von Inszenierungen kurz nach der Premiere ja doch die große Ausnahme und kommt eigentlich nur bei internationalen Ko-Produktionen vor. So ist "müsste ich eigentlich mal angucken" für das Gros der Stücke zutreffend (und wenn man sehr reisewillig ist sogar für praktisch alle).
Übrigens müssen die Berliner auf die Wiederkehr der aktuellen Nummer 1 (Gob Squad: Before Your Very Eyes) auch noch einige Zeit warten. Ich weiß gar nicht, ob es da schon Termine gibt. Die nächsten Deutschlandauftritte finden in Düsseldorf am FFT statt.
Mit den besten Grüßen, Christian Rakow)
#51 2011-05-14 00:26
nachtkritik-Charts: Top-10-Überdauerungslänge?Sordini
Liebe Anne Peter ! Ich denke allerdings, daß § 48 nicht die "Vorwochen-Platzierungen"
ansprach, sondern zusätzlich die Dauer der Toptenplatzierung (Muster: "Die Hundsprozesse" (runter von 2 / 2. Woche)).
Wäre konsequent für ne Chartliste, auch diese anzugeben, allerdings kam mir gerade
das "Sommertheater" in den Kopf und ich konnte mich eines Grinsens nicht enthalten,
wenn es heißen könnte "Au nöff nöff" (fest auf 1/ 8. Woche). Rostock war im Gespräch; für das Sommertheater dort ne gewisse Option, zB. "Fluch der Karibik"
(mit Gaststar Til Schweiger) aufzulegen. Ich sehe Herrn Rakow dann förmlich vor mir:
Fahren oder nicht Fahren - das ist hier die Frage ! Zur Not dann halt doch lieber die
Gedserfähre nach Dänemark oder (Gänse wurden thematisiert) mit der Nils Holgersson nach Schweden !!
#52 2011-05-14 05:02
nachtkritik-Charts: Charts der verpassten StückeFrank
Manmanman,
ich mag diese Charts ja eigentlich, aber das Problem im Gegensatz zu Kino oder Musik bleibt: ich werde nie die Mittel haben die tollen Stücke zu sehen, da viele soo weit weg sind. Diese Charts bleiben wohl Charts der besten verpassten Stücke für mich :-/...
#53 2011-05-18 10:38
nachtkritik-Charts: Und jetzt noch die Torschützenlistegeorgi
Ranking da! Top Ten dort! Casting überall! - Immer mehr steuert das Theater Richtung Wettbewerb. Das Leben ist ja sowieso schon ein Casting, wo du jeder Zeit Angst davor hast, nicht mehr im Re-Call zu sein, sei es bei der Wohnungssuche, bei der Studienplatzbewerbung und nun immer mehr im Theater. Preise, Wettbewerbe, Ausschreibungen und und und. Wie weit unterscheidet sich eigentlich die Struktur des Theaters noch der des Fussballs. Große Namen, viel Geld und der Sport (die Kunst) rückt in den Hintergrund!!!! Schauen wir doch mal, wäre in der Toschützenliste unter den Top Dreien ist ;-)
#54 2011-05-26 13:11
nachtkritik-Charts: Nachfrage@redaktion
oh, schon wieder keine wochennummern. oder gibt es jetzt ein anderes prinzip?

(Anm. Sehr geehrte/r Charts-Beobachter/in, wir kümmern uns drum. Bei der Aktualisierung am kommenden Mittwoch werden Sie die Platzierungen der Vorwoche wie gewohnt sehen. Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
#55 2011-06-01 14:46
nachtkritik-Charts: Deshalb spende ich regelmäßig!Von 2 auf 4
Ups !
Das sind nicht die Vorwochenplatzierungen, sondern die aktuellen nur gedoppelt.
Zum Spendenthema vielleicht noch eine Randbemerkung:
Nachtkritik sagt beharrlich nicht "nachtkritik de. muß sein",
sondern "es gibt nachtkritik de.: und das ist nicht (!) selbst-
verständlich"; und ich finde ausdrücklich: Das ist gut so und konsequent, daß Nachtkritik daran festhält.
Allerdings steht der "Spendenaufruf" (jetzt in einer noch bedrohlicheren Farbe, mir lag, zynisch, "Rotschild" dafür auf den Lippen) mittlerweile solange im Raum, daß ich fürchte, mancher läßt da eher die Flügel hängen, frei nach dem Motto:
"Es geht wie mit so vielem, damals wie mit unserer "geliebten" Straßenbahn; die schönen Dinge gehen unter und bergab, und der Aufruf steht jetzt schon so lange, spende ich jetzt, so ist das vermutlich nur noch verbranntes Geld, der Tropfen auf dem heißen Stein !"
Ich werde heute einen kleinen "Dauerauftrag" über 20 Euro im Monat installieren, um meinen Beitrag für diese großartige Seite zu leisten und mache das an dieser Stelle noch einmal publik, weil ich ernsthaft fürchte, daß die Situation im "Sommerloch" sich nicht bessern dürfte. Die Theaterfreunde in Rostock, Wuppertal, Halle etcpp. mögen einmal in sich gehen, ob nachtkritik de. nicht doch eine sehr lobenswerte Rolle bei den Schließungsdrohungen gespielt hat und ob man seinem Theater in der sogenannten Provinz nicht beinahe am besten dient, wenn man diese "Basaltheaterseite" fördert, ob es nicht eh einer Trendwende in Sachen persönlicher Beteiligung
aus Solidarität in der Gesellschaft geben muß: durch das Verhalten jeweils Einzelner !
Allerdings mag es auch wieder hilfreich sein, wenn nachtkritik de., wie zu Beginn, Wasserstandsmeldungen bezüglich der Spenden sendet bzw. Signale aussendet, was passieren soll, wenn etwa nur 15000 Euro zusammenkommen etcpp.: ist das Geld, das man gespendet hat, dann einfach nur futsch, oder gibt es Notfallpläne oder Ähnliches. Ich bin mit Herrn Ulf Schmidt zwar nicht der Meinung, daß das Vorgehen von nachtkritik de. sich naiv und unprofessionell ausnimmt und diese Seite gar unübersichtlich ist wie das Cockpit eines Spaceshuttles (gerade ich war vor nachtkritik de. noch nie zuvor im Internet und fand mich spielend leicht auf dieser Seite zurecht), aber einerseits lieferte er ja Zahlen und machte diverse Vorschläge, auf die zu antworten seitens nachtkritik de.s möglicherweise wirklich professioneller gewesen wäre, andererseits schien mir die Angabe von "Wasserstandsmeldungen" zu Beginn von "Spendino" garnicht so wenig vielversprechend anzulaufen: das Grundgefühl bei mir ist eindeutig, daß, wie User "wolfgangk" hier einst schrieb, es sich beim Theater tatsächlich um eine "sleeping Beauty" in etwa handelt: Magazine wie "akt" (Köln) und "Godot" (Hamburg) wirken in diesem Zusammenhang wie ein Fingerzeig, im übrigen auch für Synergien, die den Printmedien zugute kommen: die Brieglebs und Schapers und Kümmels waren wohl selten so präsent wie zu Zeiten nachtkritik de.s ! Will sagen, auch für die Pressehäuser könnte sich eine Spende durchaus rechnen, und mich wundert insofern tatsächlich, daß das Thema immernoch so virulent ist..
#56 2011-06-15 12:00
Charts, 15.6.2011: ZustimmungWiener
Völlig zu Recht - Castorfs beste Inszenierung seit fast zehn Jahren!
#57 2011-06-15 14:10
Charts, 15.6.2011: gute IdeeLautreamont
Die "Liste" ist eine perfekte Übersicht für Inszenierungen der letzten Zeit, die Nummern sind zusätzlich Diskussionsstoff. Eine gute Idee!
#58 2011-06-30 17:39
Charts, 29.6.2011: In GöttingenGilbert
Göttingen - schaut auf diese Stadt! - Da wird richtig gutes Theater gemacht, wenn man mal vom Jungen Theater absieht
#59 2011-06-30 20:37
Charts, 29.6.2011: Nachfrage@58
Theater M21?
#60 2011-07-01 01:00
Charts, 29.6.2011: gutes BeispielGilbert
Antwort:
sehr gutes Beispiel
#61 2011-07-02 03:07
nachtkritik-Charts: Nicht mehr aufrufennulluhrnachrichten
brian eno frei übersetzt: "nachdenken über musik außerhalb der musik" - hieße für diesen diskurs: "nachdenken über theater außerhalb des theaters". Ein anstoß, ein gedanklicher, der damit beginnt, sich dieser seite (NK), die sich mit voten - geilheit die maske "seriöser berichterstattung" (?!) selbst abreißt und das theater zugunsten des diskurses verrät, endlich endgültig mit mißachtung zu strafen. NICHT MEHR AUFRUFEN!
#62 2011-07-06 15:57
nachtkritik-Charts: eine Enttäuschungdanne
"Charts" für Veranstaltungen, die sowieso viel mediale Aufmerksamkeit erfahren? Führt bei nachtkritik jetzt die PR/Anzeigenabteilung die Feder, anstatt des unabhängigen Kulturjournalisten! Was für eine Enttäuschung.

(Liebe/r danne,
die Werbeabteilung kümmert sich bei nachtkritik.de um Werbung und "führt nicht die Feder". Ein kleiner Hinweis noch: Die Charts sind Charts, sie geben eine Antwort auf die Frage, was man "eigentlich mal angucken" müsste. Das ist unabhängig davon, welche Inszenierung wie viel Aufmerksamkeit "sowieso" schon erfährt. Und, auch darauf sei hingewiesen: Schauen Sie sich die Charts an, in dieser Woche sind auch einige Inszenierungen vertreten, die nicht "sowieso" schon viel Aufmerksamkeit haben.
Mit herzlichen Grüßen,
die Redaktion/dip)
#63 2011-07-06 16:23
nachtkritik-Charts: gute MischungMnemosyne @danne
"Soldaten" in Göttingen, "Solness" in Wuppertal, "Reicht es nicht" in Weimar, "2401 Objects" in Oldenburg, "Metamorphosen" in Dessau ... sind das wirklich Veranstaltungen, die "sowieso viel mediale Aufmerksamkeit erfahren?" Eher nicht, oder? Ich persönlich finde es eher gut, dass hier große Inszenierungen mit viel Aufmerksamkeit und kleine, eher unbeachtete Inszenierungen gut durchmischt sind. Göttingen knapp hinter der Volksbühne - das ist doch was!!!
#64 2011-07-14 14:01
Charts, 14.7.2011: erhellend, verwirrendAnne Verena Freybott
Ich versteh die Kommentatoren nicht, die sich über (Un)Sinn und Zweck(losigkeit) von solchen Rankings ereifern. Es gibt diese Systeme und es ist großartig, lustig, erhellend, verwirrend, egal, banal und real, sie auf Theater anzuwenden. Theater geschieht nicht außerhalb, sondern innerhalb dieser Gesellschaft, der antrainiert wird, zu allem eine Meinung abzugeben und jeden auf einen Prioritätenplatz abzustellen.

www.spielplandeutschland.de/.. ./
#65 2011-07-27 13:43
nachtkritik-Charts: kindisch und schönfrankwarneke
ja, es ist eitel, kindisch, überflüssig und schön; für uns - für euch, für die die es interessiert; ein bisschen- das habt ihr gut gemacht, eine brise lob, eine messerspitze handaufgelegt, wer hat das nicht gern ........
#66 2011-07-27 14:23
nachtkritik-Charts: talentierte SeismographenFlohbär
Das glaube ich Ihnen gern, Herr Warneke, dass Ihnen diese Charts gefallen. Die Inszenierung, in der Sie mitwirken ("Eine Nacht im schwedischen Sommer") ist schließlich heute in die Bestenliste gerutscht.
Ich weiß allerdings nicht, wie in der Theaterpause dieser Algorhitmus zustande kommt. Bei den Nachtkritikern scheint es sich um besonders talentierte Seismographen zu handeln.
#67 2011-09-28 20:29
nachtkritik-Charts: zwei mal neu?verwirrter Leser
wie jetzt? 2 verschiedene Charts in einer Woche?! Das in Klammern gilt doch in diesem Fall nicht der Vorwoche!?

(Lieber Leser, das stimmt. Es gab heute Mittag Probleme mit der automatischen Aktualisierung der Charts. Wir arbeiten dran. Die tatsächliche Platzierung in den Charts dieser Woche zeigt jedenfalls die Zahl an, die gerade in Klammern steht. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow, Redaktion)
#68 2011-10-02 13:11
nachtkritik-Charts: Focus-Algorithmusvicki
jo fabian auf platz 1 und fritsch auf platz 5? das ist doch der focus-algorithmus von 1998!
#69 2011-10-02 13:28
nachtkritik-Charts: dummerweise die Männervicki
ah ich sehe gerade, über jo fabian hat die mitteldeutsche zeitung und der mdr berichtet und über fritsch alle. die nk-formel muß im zusammenhang stehen mit selten rationalem marktgeschehen. nk denkt schon an die zukunft. an seine zukunft. entschuldigung ladies, ich hätte jetzt gerne "ihre zukunft" gesagt, aber bei nk tun sich immer noch dummerweise die männer hervor. in diesem thread zum beispiel moderierten 4 mal rakow, dip, merck, kasch und eine anne peter. welchem algorithmus gehorcht jetzt das?
#70 2011-10-03 19:33
nachtkritik-charts: VerschwörungsalgorithmenUschi
was quatscht die vicki da Witziges? Jo Fabian hat eine bemerkenswerte Inszenierung in Halle geschaffen, offensichtlich scheinen sich einige (durch Klicks) dafür zu interessieren. Nixc Mann/Frau und anderen Verschwörungsalgorithmen.
#71 2011-10-04 02:13
nachtkritik-Charts: Frage nach dem MarktTh. Rothschild
Vicki, ich verrat Ihnen ein Geheimnis: die 4 genannten "Moderatoren" sind Transsexuelle. Damit wäre die Geschlechterfrage geklärt und Sie können zurückkehren zu ihrem bedenkenswerten Ansatz - der Frage nach dem Zusammenhang von Listen mit dem Markt. Bisher ist nämlich nicht erwiesen, dass dieser Zusammenhang von Frauen kritischer beurteilt wird als von Männern.
#72 2011-10-04 02:24
nachtkritik-Charts: Warum reproduzieren, was läuft?Th. Rothschild
Gleich eine Anregung dazu: Aus welchem Grund sollte man sich - nach der einleitenden Bemerkung - eigentlich mal angucken, was "bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit" sorgt? Warum soll man reproduzieren, was läuft - also sich in der Tat marktkonform verhalten -, statt genau auf das neugierig zu sein, was noch keine verstärkte Aufmerksamkeit erfährt? Frau Merkel erfährt mehr Aufmerksamkeit als die Milchfrau an der Ecke. Ist sie deshalb interessanter?
#73 2011-10-04 11:28
nachtkritik-Charts: der Teufel und sein HaufenTh. Rothschild
Ein Beispiel für viele: In vier Tagen hat am Theater Konstanz eine Bearbeitung von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" in der Regie von Andrej Woron Premiere. Ich weiß nichts über die Inszenierung, aber Woron hat immerhin schon ein paar interessante Sachen gemacht, er ist kein Unbekannter (der hätte es noch schwerer). Die Konstanzer Uraufführung steht nicht auf dem Programm der nachtkritik. Ich wage die Prognose: Auch die überregionalen Zeitungen werden sie nicht wahrnehmen. Ist sie deshalb von vornherein weniger anguckenswert als Andreas Kriegenburgs Berliner Bearbeitung der selben Vorlage, die naturgemäß überall besprochen wurde? Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die Medien, nachtkritik eingeschlossen, schenken einem Ereignis keine Aufmerksamkeit, und dann verschafft ihm die Mittwochsliste keine Aufmerksamkeit, weil es keine Aufmerksamkeit erfahren hat. Der Teufel scheißt auch hier auf den größten Haufen.
#74 2011-10-04 12:18
nachtkritik-Charts: sensationellLautreamont
Sensationell die Charts. Alle Ziele übertroffen und
"Nachtkritik" findet mal locker 75 Kommentare.
Zitiert wird das wichtigste Theatermedium auch immer
häufiger.
Gratulation zum Mut!
#75 2011-10-05 11:42
nachtkritik-Charts: darüber spricht kein MenschAdenauer
Wieso eigentlich "Demokratie in Abendstunden" ??? Ich dachte es geht um die am meisten diskutierten Stücke... Über "Demokratie in Abendstunden" spricht doch kein Mensch...
#76 2011-10-05 12:24
nachtkritik-Charts: gestern drüber gesprochenManfred A. @Adenauer
Wie seltsam, ich habe über "Demokratie in den Abendstunden" gerade gestern mit einer Freundin gesprochen, obwohl ich bei Hamburg wohne. Bin ich kein Mensch?
#77 2011-10-05 15:04
nachtkritik-Charts: Sie bleiben Mensch!!!Adenauer
Entschuldigung Herr A. - Das ging eigentlich an die NK-Redaktion, weil ich annahm, es kämen nur die Stücke in die "Charts", über die HIER, in diesem Forum, so richtig viel geplaudert wird... und über jene "Demokratie" wurde, zumindest soweit ich das hier überschaue, noch so rein gar nicht diskutiert...
Aber vielleicht habe ich die "Charts-Spielregeln" einfach nicht verstanden und Sie, werter Herr A. sind und bleiben in meinen Augen unbedingt Mensch !!!

(Werter Adenauer,

die Diskussionen, die auf nachtkritik.de über eine Inszenierung geführt werden, sind nur einer von mehreren Faktoren, die in die Charts-Berechnung einfließen. So lässt sich eine Inszenierung nicht "hochreden".

Mit freundlichen Grüßen, Georg Kasch für die Redaktion)
#78 2011-10-05 20:27
nachtkritik-charts: da bin ich beruhigtAdenauer
Liebe Redaktion und lieber Herr Kasch...da bin ich sehr beruhigt das es so kompliziert ist, wie Sie sagen - und nicht so einfach wie ich uninformierter Weise gefürchtet hatte!
#79 2011-10-05 21:44
nachtkritik-charts: beachtliches Theaterjack
bemerkenswert: dresden und leipzig oben. arkadij zarthäuser hat ja schon an anderer stelle darauf hingewiesen, dass der gern beschworene gegensatz zwischen dresden und leipzig vielleicht nur ein scheinbarer ist. aber es wurde nicht weiter diskutiert. freut mich jedenfalls, dass in sachsen (und auch in sachsen-anhalt: halle) beachtliches theater gemacht wird, ungeachtet kulturpolitischer querelen.
#80 2011-10-18 04:58
Charts und Werbung: Verdacht und Erwiderungvicki
dresden, freiburg, residenztheater... auf platz 3, 2, 1... das sind doch die theater die bei euch anzeigen schalten. was ist das denn für ein kalkurithmus?

(Ach, Vicki, wir freuen uns sehr, dass mittlerweile eine ganze Reihe Theater Werbung auf nachtkritik.de schalten, von denen es freilich nicht jedes in die Charts schafft, geschweige denn auf die Plätze an der Sonne. Mit freundlichem Gruß, Christian Rakow für die Redaktion)
#81 2011-10-19 13:54
Charts: lasst die Leser abstimmenMichael Gmaj
natürlich ist es absurd.
Veröffentlicht doch mal bitte euren "Algorithmus" und aus welchen Quellen er diese "Aufmerksamkeitsstatistik" berechnet.
Lasst doch die Leser hier selbst mit nem Klick abstimmen, welche Inszenierungen sie spannend finden. Solche Charts sind dann genausowenig repräsentativ - zumindest geben Sie aber nen Eindruck, was die leute hier interessiert...aber klar, das wär wahrscheinlich für die Webmaster hier zu kompliziert..
#82 2011-10-28 05:36
nachtkritik-Charts: bittere WahrheitAnonymus
Diese "Theatercharts" sind eine weitere bittere Wahrheit in schweren Zeiten für das inhaltlich orientierte (Sprech - ) Theater.
Ganz im Sinne von: 1994... ein schlechtes Jahr: Kurt Cobain und Ayrton Senna sind gestorben, und Justin Bieber wurde geboren.
#83 2011-10-28 12:49
nachtkritik-Charts: ohne Gesangantinomymus
@82 mit dem unterschied, dass diese charts nicht singen und tanzen, sondern eher unaufdringlich in der ecke stehen...
#84 2011-11-02 22:19
nachtkritik-Charts: Borkman auf Platz 1?Flohbär
Dass es Borkman auf Platz 1 schafft, kann nur an einem auf Abwege geratenen Algorithmus liegen. Borkman wurde, abgesehen von der BIlD-Zeitung, von der überregionalen Presse kaum wahrgenommen. In München interessiert sich für die Inszenierung kaum jemand, erst recht nicht in Österreich oder der Schweiz. Die Premiere im kleinen Prater war nicht einmal ausverkauft, andere Spielstätten haben das Drei- oder Vierfache an Publikum.
Für eine gute Platzierung reicht es wohl aus, hier im Forum ein großes Getöse zu entfachen. Kaum eine Plattform eignet sich dafür besser als Nachtkritik.
#85 2011-11-12 19:32
Charts: Bremerhaven?Klaus
Faust in Bremerhaven auf Platz 10. Wie soll das funktionieren? In der Kritikenrundschau finden sich zwei Lokalzeitungen, Kommentare gibt es keine... Habe ich ein Kriterium vergessen? Mit der Bitte um eine kurze Rückmeldung der Redaktion! Klaus. C.

(Sehr geehrter Klaus, sowohl die Nachtkritik als auch die Kritiken in der Rundschau sprechen mit Nachdruck von einem sehenswerten Abend. Daher erhält er in diesen Kategorien recht hohe Werte. Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
#86 2011-11-20 16:32
nachtkritik-Charts: bieten ÜberblickIsabella, München
Die Nachtkritik-Charts sind für mich endlich mal Klartext.

Mich freut der Überblick (grade über die Städte hinweg). Um Details und meine Meinung kann ich mich dann ja selbst kümmern ;-)
#87 2011-11-24 03:24
Charts: Hafen-Geruchvicki
außer platz eins, riechen die charts nach bremerhafen. oder wilhelmshafen. oder friedrichshafen. oder arkadijs kiel. sorry zarthäusler!
#88 2011-11-24 15:37
Charts: Ätzendem ausgesetztArkadij Zarthäuser
@ vicki

Sorry, Vicki ! Bochum, Luzern, Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig, ein zweites Mal Berlin, Stuttgart und Oberhausen !!
Fehlt kaum mehr als Köln, Düsseldorf, Dresden und/oder Hannover oder ein drittes Mal Berlin, vielleicht der "Heimathafen Neukölln". Naja, und Vinge ? Auch irgendwie Ostsee. Also, ich meine: gerade die Nr. 1 ! Aber vielleicht sollte "man" die eher unter "Stallgeruch" diskutieren, der mag sich im "Säurebad" möglicherweise lichten. Komisch, mußte bei "Säurebad" "Basalgericht" denken, als dieser Terminus ins Spiel gebracht wurde; ich muß allerdings irgendwie dann doch hinzufügen, daß "Neulinge" in der Regel gerade nicht von Kommentatoren und Kommentatorinnen allzusehr Ätzendem ausgesetzt waren, währenddessen vielfach mutige Besetzungs-
entscheidungen jeweils gelobt wurden und eben das Augenmerk oftmals den Umstand würdigte, wenn jemand Neues zu Werke ging (zumal KommentatorInnen und Kommentatoren vor Ort hin und wieder das sogar eher sehen dürften als ein Zugereister, und sei dieser auch Nachtkritikerin oder Nachtkritiker).
#89 2011-12-18 18:48
charts: witzigZimsalabim
Freue mich sehr über Ihre witzige Chart-Idee. Sie bringt tatsächlich in Erinnerung, was der oder die Neugierige eigentlich noch alles sehen wollte - dass jeder Theater-Enthusiast darüber hinaus sein eigenes Trüffelschwein sein sollte, bleibt davon unberührt. Man sollte nicht alles so tierisch ernst nehmen... - Danke! Zimsalabim
#90 2011-12-28 17:54
Charts: erster Vorschlag Jahres-Top-TenMichael
Das sind meine Top 10 (aus 22) Theateraufführungen in diesem Jahr:

1. Anton Tschechow/Platonow/ Barbara Frey/Thalia Theater Hamburg/Gastspiel Schauspielhaus Zürich

2. George Tabori/Mein Kampf/Amelie Niermeyer/Schauspielhaus Frankfurt/Main

3. Uwe Tellkamp/Der Turm/Wolfgang Engel/Deutsches Theater Berlin/Gastspiel Schauspielhaus Dresden

4. Harry Mulisch/Das steinerne Brautbett/Stefan Bachmann/Schauspielhaus Dresden

5. Thomas Bernhard/Einfach kompliziert/Claus Peymann/Berliner Ensemble

6. Karl Schönherr/Der Weibsteufel/Martin Kusej/Residenz Theater München

7. Jonathan Littel/Die Wohlgesinnten/Armin Petras/Gorki Theater Berlin

8. Rainer Werner Fassbinder/In einem Jahr mit 13 Monden/Alice Buddeberg/Theater Bremen

9. Theo van Gogh/Das Interview/Martin Kusej/Marstall München

10. Henrik Ibsen/Die Wildente/Karin Henkel/Schauspielhaus Frankfurt/Main
#91 2011-12-29 00:59
Charts: Top 10 von 10?Hans Uwe Zisch
@90

können wir uns vorher darüber einigen, wieviele "tops" jedermann/-frau benennen darf abhängig von den gesehenen? oder darf ich auch meine top ten von 10 gesehenen beisteuern?
#92 2011-12-29 01:53
Charts: Potsdamer statt Dresdener Turmpotsdamer
lieber michael, schlage ihnen vor, sich den TURM mal in potsdam anzuschauen,oder haben sie es vielleicht schon getan? hätte lust,mich mit ihnen darüber auszutauschen.habe beide aufführungen, dresden und potsdam, gesehen und hätte einen gegenvorschlag für ihre top ten. statt dresden hätte ich den TURM aus potsdam in die top ten gewählt.was halöten sie davon? liebn gruß,der potsdamer ben
#93 2011-12-29 12:24
Charts: unbenommenMichael
Ich würde sagen das ist Ihnen unbenommen Hans Uwe.
#94 2011-12-29 13:34
Charts: Potsdam wird nachgeholtMichael
Hallo Potsdamer, ich habe auch schon viel von der Potsdamer Inszenierung gehört. Ich werde versuchen sie mir im neuen Jahr anzusehen. Im Anschluss daran werde ich Ihnen gerne meine Eindrücke zukommen lassen. Viele Grüße! Michael
PS: Das Buch ist übrigens auch großartig!
#95 2012-01-12 19:41
Charts: ganz mein Geschmackgeorg k
der erste Kommentar fand diese Liste absurd überflüssig (was auch immer das sein mag) fast lächerlich........das hat mich schon ganz schön geärgert...
ich finde solche Charts sind immer subjektiv ABER jedesmal wenn ich so eine Chartinszenierung besucht habe, war ich den Charterfindern sehr dankbar, denn ich war fast immer ebenfalls begeistert....
ich finde die Charts für mich persönlich als sehr nützlich, weil meistens meinem Gesachmack entsprechend..
DANKE
#96 2012-02-15 23:24
nachtkritik-Charts: Esslinger Fiescojudith
Freue mich sehr über den 10. Platz für den Esslinger Fiesco. Umsomehr als ich schon seit zwei Tagen immer mal versucht hab eine positive Meinung zu posten, mich mona und Stuttgarterin anzuschließen, aber der thread geschlossen schien/scheint. Schaut doch bitte mal nach, liebe/r Admin. Irgendwas ist da gestört.

(Liebe Judith,

im Redaktionssystem konnte ich keine unterdrückten oder fehlgeleiteten Kommentare von Ihnen zu Fiesco entdecken. Können Sie es bitte einfach nochmal probieren?

Beste Grüße, Georg Kasch für die Redaktion)
#97 2012-02-16 12:01
nachtkritik-Charts: Problem gelöstjudith
Liebe Redaktion, Danke für die Bemühungen, aber es geht nicht um unterdrückte oder fehlgeleitete Kommentare, es ist gar keine Maske mehr vorhanden zum Kommentare eingeben für den Esslinger Fiesco. Auch die bisherigen Kommentare sind verschwunden.

(Liebe Judith,

das Problem war ein technisches und ist gelöst. Sie können jetzt unter der Kritik kommentieren.

Beste Grüße, Georg Kasch für die Redaktion)
#98 2012-02-16 12:20
nachtkritik-Charts: ProblemeArkadij Zarthäuser
Liebe nachtkriritik-de.-Redaktion !

Hinter Judiths Problem könnte möglicherweise das nämliche stecken, das mir in Kiel bereits zu schaffen machte. Jetzt sitze ich gerade in Leipzig und wollte zur "Gertrud" in Rendsburg posten (leider hängt sich das auch in Leipzig auf) -gestern gab es dazu eine Kritik von Christoph Munk in der KN, der ich mich gut anschließen kann),ähnlich ging es mir in Kiel noch zu Schwerin (siehe Antwort an Martin Baucks - irgendwie war es mir im Schwerin-Thread gelungen, "durch" die Verwendung des Obotriten-Nicknames , das Stoppen und Neustarten des Postings und "Funktionstastendurchspiel" (ich weiß letztlich nicht, wieso dieses Posting durchkam, folgende dann nicht mehr) einmal "ausnahmsweise" durchzudringen. Vielleicht betrifft es ganz allgemein Postings aus Internet-Cafes ! Und bestimmte Threads, ganz offenbar !! Liebe Grüße aus Leipzig, Ihr AZ

(Lieber AZ,

hier handelt es sich um zwei grundverschiedene technische Stränge. Wir bleiben an allen Problemen dran - auch an Ihrem.

MfG, Georg Kasch für die Redaktion)
#99 2012-04-04 14:56
nachtkritik-Charts: Sich die schönsten Abende zusammenphantasierenGuttenberg
@ 52: Lieber Frank,
Jean Paul hat eine wunderschöne Geschichte über das Schulmeistereien Wuz im Auental geschrieben, das nie das Geld hatte, sich alle Bücher zu kaufen, die es lesen wollte. Also kaufte es sich einmal im Jahr den Leipziger Mess-Katalog und schrieb sich die unerreichbaren Bücher selbst: Seinen eignen Werther, seine eigene Kritik der reinen Vernunft, seine eigenen Räuber usw.
Das ist Kultur. Wo die Realität uns den Zugang versagt, springt die schöpferische Phantasie ein. Man kann sich seine schönsten Theaterabende auch zusammenphantasieren mit Hilfe der Informationen, die man bekommt. Vielleicht sind sie viel schöner und schöpferischer als die Wirklichkeit. Vielleicht sogar viel intelligenter und gesellschaftlich hellsichtiger. Vor allem wird man immer daran erinnert, dass man nicht alles wissen und kennen kann. Wer das weiss, weiss, dass er nichts weiss (oder zumindest nicht die Wahrheit gepachtet oder mit Löffeln gefressen hat). Ich finde übrigens, dass das eine ganz schöne Nebenwirkung der Nachtkritik-Charts ist.

Außerdem lautet eine meiner Lieblingsmaximen (aus "Fritz Kochers Aufsätze" von Robert Walser): "Ich liebe und verehre Tatsachen." Das ist ein Paradox - bitte. (Es ist ein Kind, das spricht.) Und nichts macht das Paradox von der Liebe zu den Tatsachen und dem kindlichen Leiden an deren Unerreichbarkeit so anschaulich wie Algorithmen.

P.S.: Und die "Pest" der Menschheit sind natürlich die großen Kinder, die immer noch nicht gemerkt haben, dass Tatsachen Konstruktionen sind und einem ihre "Tatsachen" aufzwingen wollen.
#100 2012-04-04 18:00
nachtkritik-Charts: in the long runArkadij Zarthäuser
@ 99
Klingt nicht übel: Sich die schönsten Geschichten selbst zusammenreimen !
Bin auch schon seit geraumer Zeit immer wieder vom Gedanken
angerührt worden, tatsächlich gewissermaßen so einen "prototheatralen Raum", eine Art "Steinbruch" für wirkliche Inszenierungsgeschehen, hin und wieder ins Netz zu stellen als eine Art "imaginäres Königsberg" (und dem Theatergeschehen dort), "Kritiken" zB. von Abenden und ihrer Wirkung, die es im Grunde "nur" im Kopf der/des Schreibenden gibt: vielleicht hätte das sogar den Effekt, etwaigen etwa "zu hohen" Erwartungen ans Bühnengeschehen realiter auf die Spur zu kommen, typischen "Mißverständnissen" zwischen Produzent und Rezipient zB.. Klar, es gibt schon Schreibende bzw. Abende, die in ungefähr so arbeiten bzw. funktionieren, aber das Internet kann dergleichen freilich mit einem "long run" konfrontieren, den es so zuvor nicht gab; diese Art von "Kunstfeuilleton" könnte sich also von einer "Produzentenseite" versuchen dem zu nähern, wofür in ungefähr der "Wanderlustfond" steht: ich würd soetwas lesen.

Nur keine Angst vor Hochstaplern in diesem Gewerbe !!

Eine etwas gezwungene Überleitung, gewiß, aber ich wollte schon vor der morgigen Premiere von "Felix Krulls Erben" (lunatiks) auf ein etwa 12-minütiges Interview von Deutschlandradio Kultur verweisen, das sinnigerweise um 0 Uhr am 1.4. gesendet wurde, ein Interview mit dem Regisseur Tobias Rausch.
#101 2012-06-06 16:25
Die nachtkritik-Charts: Wie kommt Der eingebildete Kranke auf Platz 3?J.A.
Wie kann die völlig überflüssige Inszenierung von "Der eingebildete Kranke" auf Platz drei einsteigen, obwohl nahezu alle Kritiken zu recht von diesem völligen Überflüssigen Schauspiel wenig angetan waren?
#102 2012-06-06 16:44
Die nachtkritik-Charts: verlesenvicki
@ 101 da haben Sie sich wohl verlesen.
#103 2012-06-06 20:16
nachtkritik-Charts: vier Wochen Platz einsSind Sie Dr. Jürgen Alsleben?
Lieber J. A.,
die Charts zeigen ja nicht (unbedingt) die beliebtesten Inszenierungen an, sondern Theaterabende, die für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen - ob positiv oder negativ, sei mal dahingestellt.
Hingewiesen sei aber auch darauf, dass KRIEG UND FRIEDEN in der vierten Woche die Charts anführt, obwohl das Stück schon seit Wochen abgespielt ist.
Meine Aufruf: Holt es nochmal in den Spielplan, Ruhrfestspiele!
#104 2012-06-06 21:07
nachtkritik-Charts: Google-Testvicki
@ 102 geben Sie einmal krieg und frieden und hartmann bei google ein, und vergleichen Sie mit den treffern zu ganesh und gladwin (platz zehn der top ten) ! algorithmen sind auch nur menschen.
#105 2012-06-06 23:37
nachtkritik-Charts: Was zeigt der Test?Karl Aslan-Zumpart
@ vicki
Ich habe das Experiment gemacht, verstehe es allerdings nicht. Was zeigt es?
#106 2012-06-07 04:09
Die nachtkritik-Charts: für Krieg und Frieden nach LeipzigGlobus Krieg
ich würde auch nochmal Krieg und Frieden schauen wollen,
aber werde wohl den weiten Weg nach Leipzig auf mich nehmen müssen
#107 2012-06-13 13:32
nachtkritik-Charts: Glückwunsch zu fünf Wochen Platz einszum 5. Mal
Glückwunsch, Krieg und Frieden!
#108 2012-06-13 14:54
nachtkritik-Charts: WeltliteraturC.A. Hoffmann
Krieg und Frieden gilt aber auch als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur - nicht zu vergessen!
#109 2012-06-15 14:32
nachtkritik-Charts: Krieg und Frieden besonders bühnenfähig?Nachfrager
@109. Weltliteratur richtig. Aber gute Literatur macht noch lange keine gute Inszenierung. Schon gar nicht wenn's sich um einen Roman handelt. War der andere Hartmann eigentlich mit dem Wiener "Krieg und Frieden" in den Charts? Ist "Krieg und Frieden", wenn's jetzt doch öfter gespielt wird, in besonderer Weise bühnenfähig?
#110 2012-06-15 16:03
nachtkritik-Charts: kommt auf die Inszenierung anSiehe oben
Na es kommt auf die Inszenierung an. Warum KRIEG UND FRIEDEN von Sebastian Hartmann so gut auf der Bühne funktioniert, steht ja in der entsprechenden Nachtkritik.
#111 2012-06-15 16:53
nachtkritik-Charts: allein die Kritikjedermann
Es kommt nicht auf die Literatur an und es kommt nicht auf die Inszenierung an. Es kommt allein auf die Kritik an. Das weiss doch jeder.
#112 2012-06-15 17:46
nachtkritik-Charts: vorgemerktStefan
@ siehe oben
Nun, die Kritiken der M.-Hartmann-Inszenierung in Wien waren auch nicht gerade schlecht, nur ist danach nicht allzu viel drüber diskutiert worden. Sicher weil die Inszenierung auch sehr publikumswirksam, ohne viele Ecken und Kanten, ziemlich perfektes Schauspielertheater war. Eine Chartplatzierung hätte sie aber durchaus auch verdient gehabt. Das waren 4 1/2 Stunden sehr gut gemachtes und auch unterhaltendes Theater. Dass das natürlich nicht der Ansatz von S. Hartmann ist, gut und unterhaltsam zu sein, dürfte aber auch klar sein. Wem die schlüssigere und zwingendere Interpretation gelungen ist, kann man natürlich erst im direkten Vergleich feststellen. Also den 20.09. habe ich mir für Leipzig schon im Kalender vorgemerkt.
#113 2012-06-15 21:23
nachtkritik.de-Charts: verrücktRasta
@ 103: irgendwie verrückt, dass es nur noch um die erzeugung von aufmerksamkeit geht, oder?
#114 2012-07-12 16:24
nachtkritik-Charts: Berlin freut sichbertolt b.
DAS BERLINER ENSEMBLE FÜHRT WEITER DIE CHARTS AN!!! BERLIN FREUT SICH! GLÜCKWUSCH CP!!!
#115 2012-07-12 17:28
nachtkritik-Charts: Sensationan bert brecht
Ich finde das auch sensationell. Endlich wurde aufs BE geguckt - und schon Platz 1!
#116 2012-07-12 17:44
nachtkritik-Charts: HollywoodInga
@ bertolt b.: Wirklich? Ganz Berlin?

"Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen
Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden.
Hoffnungsvoll
Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer."
("HOLLYWOOD")
#117 2012-07-12 18:22
nachtkritik-Charts: Bescheidenheit oder SelbstbescheidungInga
Eine weitere Frage: Warum fotografieren sich die Nachtkritiker jetzt eigentlich schon beim Essen von Brotstullen? Siehe das Foto von Simone Kaempf. Ist das die von Frau Merkel geforderte neue Bescheidenheit bzw. Selbstbescheidung? Oder geht es da um etwas anderes, um eine Form der (Fremd-)Ernüchterung, in Bezug auf die Klassenzugehörigkeit?

"Während nun jene Stoiker, die den Eliten angehören, sich in erster Linie vor übertriebener Liebe zum Leben zu schützen versuchen, machen Sklaven wie Epiktet oder Sklavensöhne wie Juvenal das Gegenteil: Sie versuchen gerade die Liebe zum Leben zu schützen. Darin sind ihre Bemühungen materialistisch. Von den stoischen Aristokraten dagegen möchte man oft mit Brecht sagen: 'Sie haben wohl schon gegessen'.
#118 2012-07-12 19:28
nachtkritik-Charts: Fremd-ErnüchterungInga
Zusatz zu 117.: Zitat von Robert Pfaller. Und es ging um die Frage: Selbstbescheidung oder (Fremd-)Ernüchterung.
#119 2012-10-10 14:49
nachtkritik-Charts: metaphorisch gejubeltmarlene s.
JAwoll! Simon Solberg hat den Größten!
#120 2012-11-21 15:13
Mein Faust, Charts: GlückwunschIngrid
auch von mir glückwunsch ans centraltheater.
#121 2012-11-28 14:49
nachtkritik-Charts: Wo bleibt das Berliner Ensemble?frage
hallo liebe nachtkritik,
wie werden diese charts nochmal von euch ermittelt? was ihr wollt am be haben mehr kritiken und wesentlich mehr kommentare als die nummer eins jetzt in wien..? wie meßt ihr sonst das interesse?

Liebe/r User/in, "Was ihr wollt" ist in der Nachtkritik und den Rundschau-Kritiken praktisch durchweg negativ besprochen worden, was auch in die Berechnung einfließt. Daher konnte der Abend nicht so stark punkten wie "Einige Nachrichten an das All" in Wien.
Mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion
#122 2012-11-28 16:23
nachtkritik-Charts: Nachfrage@Redaktion
Das ist jetzt aber ein wenig scheinheilig. Immerhin schreibt ihr: "Die zehn Inszenierungen sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen." - von ausschließlich positiver Aufmerksamkeit ist da ja keine Rede! "Mein Faust" auf Platz 2 wurde ja auch wenig begeistert besprochen.
#123 2012-11-28 17:55
nachtkritik-Charts: AntwortRedaktion
Liebe/r Nachfragende/r, die Charts wollen ja auf die Frage antworten: "Was müsste ich eigentlich mal angucken?". Deshalb fließen qualitative Faktoren auch mit ein. Bei "Mein Faust" lassen selbst die ablehnenden Kritiken erkennen, dass da ein ungewöhnliches Ereignis stattfand. Deshalb konnte der Abend auch im Kritikenfaktor stärker punkten. Mit besten Grüßen, die Redaktion
#124 2012-12-07 00:05
nachtkritik Charts: Faust wird schon abgespielt wolfgangk
Mein Faust, seit drei Wochen in der Spitze, wird wohl nur fünf Aufführungen erleben, am 26. Januar wirds schon abgespielt. (Fast) jede Zeitung hat darüber geschrieben, aber keiner geht hin? Dafür die ganze Arbeit von Sebastian Hartmann und seinen SchauspielerInnen? Wie wenig Theater doch Beachtung findet - heute. Vermutlich wird auch Heike Makatsch in der Zukunft besseres zu tun haben, als Theater zu spielen. Ein Jammer(tal).
#125 2012-12-07 10:51
nachtkritik-Charts: Aporien der KunstGuttenberg
@124:
Tja, auch Büchner wurde zu Lebzeiten nicht aufgeführt. Keiner ging hin. An Bild-Zeitungsstandards gemessen also ein Gescheiterter.
Von Wagners berüchtigten Bayreuth-Pleiten ganz zu schweigen. Die Regierung stürzte über sein Missmanagement (Ludwig II.). Trotzdem lebt heute eine globale Industrie von Bayreuth - Bild-Zeitung und Karl Lagerfeld eingeschlossen.
Das sind so die Aporien der Kunst, die sich der Kaufmannsverstand nicht erklären kann.
#126 2012-12-07 10:55
nachtkritik-Charts: Messner am Mount EverestGuttenberg
"Dafür die ganze Arbeit", sagte Reinhold Messner, als er den Mount Everest bestiegen hatte. Und stieg wieder ab.
#127 2012-12-07 12:36
nachtkritik-Charts: ohne SauerstoffgerätStefan
@ Guttenberg
Interessanter Vergleich von Messners Everestbesteigung mit der Intendanz Hartmanns. Wobei Leipzig nun nicht gerade der Mount Everest ist. Aber vergleichsweise dünn ist Sebastian Hartmann die Leipziger Luft schon geworden. Ich hoffe, dass sie noch nicht ganz raus ist und freue mich auf ein Wochenende in Leipzig, ganz ohne Sauerstoffgerät.
#128 2012-12-07 12:50
nachtkritik-Charts: nicht alles zu verbissen sehenwolfgangk
@126: Hab zum erstenmal über einen Kommentar schallend gelacht. Vielleicht ist es wirklich besser, nicht alles zu verbissen zu sehen.
#129 2012-12-07 13:26
nachtkritik-Charts: Festspiel-Arenamiss laine
@wolfgangk: Am Centraltheater werden im Januar alle Inszenierungen auf der großen Bühne "abgespielt", weil der Zuschauerraum im Februar zur Leipziger-Festspiel-Arena umgebaut wird.
#130 2012-12-07 14:00
nachtkritik-Charts: so geplantKatja
@wolfgangk
"mein faust" war von vornherein nur für 6 Vorstellungen geplant, da das Centraltheater Ende Januar dichtg emacht und umgebaut wird.
#131 2012-12-07 16:01
nachtkritik-Charts: KulturtechnikDie Sommergäste
@128:
Genau. Einer Welt, die den Verstand verloren hat, kann man nur noch dadaistisch begegnen.

Als der liebe Gott am 7. Tag sah, was er angerichtet hatte, schuf er die Albernheit als Kulturtechnik.
#132 2012-12-07 16:16
nachtkritik-Charts: NapoleonGuttenberg
@127:
DOCH Stefan, Leipzig IST der Mount Everest. Fragt sich nur, in welcher Kategorie.

Lese übrigens, Hartmann sei Dank, immer noch "Krieg und Frieden" - für mich der Roman der Romane. Da gibt es ein Kapitel (Teil 10, Kap. 26, kurz vor der Schlacht bei Borodino), wo Napoleon sich vor der Geschichte posiert. Groooooooooßartig!!! Da nimmt Tolstoi "The Great Diktator" vorweg, aber wörtlich. Schade, dass Hartmann diese Szene nicht in seine phänomenale Inszenierung reingenommen hat.
#133 2012-12-07 16:48
nachtkritik-Charts: LachenInga
@ wolfgangk: Das sagen immer nur die, welche nicht die Betroffenen sind. Man kann Lachen nicht einfordern, schon gar nicht schallendes Lachen, wenn es einfach nicht (mehr) lustig ist. Und man kann auch nicht fordern: "Get over it!" Dafür müsste man schon auf einen Menschen zugehen, ihm alles erklären, ihm die Hand geben und sich dafür entschuldigen, dass man ihm die Sprache und mehr genommen hat.

"Vor allem aber hatte er gesehen, was sie mit Lebendigem, das Sprache hatte, anstellten: Sie waren imstande, es zuzurichten, wie die Freunde und der Vasch die vernunftlosen Tiere zurichteten, die sie aßen. Aus etwas, das denkt, etwas machen, das nur noch ein Ding ist, und ein kaputtes dazu: Das ging. Felsen, Sterne, Lebewesen: Er erinnerte sich dunkel, wie er sie vor ein paar Stunden aus überfließender Seele geliebt hatte, seine ganze Heimat, und ihm wurde klar, daß sie ihm nicht mehr sicher schien." (Dath)

Und wolfgangk, sind Sie nicht Schaubühnentechniker?
#134 2012-12-07 17:47
nachtkritik-Charts: GesinnungsterrorGuttenberg
@133:
Buh!
Unfaires Outing!
Gesinnungsterror!
Schlimmer, als jemandem die Sprache zu nehmen (schlimm genug!), ist es, ihm die Identität zu nehmen.
An den Pranger mit Inga!
#135 2012-12-07 18:18
nachtkritik-Charts: Hartmanns Schicksalwolfgangk
Liebe Inga,
daß mir das Schicksal von Sebastian Hartmann in Leipzig weh tut, haben sie aber verstanden? Ich habe Krieg und Frieden in Recklinghausen gesehen, es war wunderbar! Er hat versucht Neues zu machen, neues Publikum zu finden und das Theater in Leipzigs Mitte zu rücken. Er hat um Anerkennung in seiner Heimatstadt gerungen, leider wohl ohne Erfolg und Nachhall. Vielleicht war es auch einfach nur die falsche Stadt?

Mit dem Theater verbindet mich nur meine Liebe zu ihm und eine Tochter, die unbedingt Schauspielerin werden will.
#136 2012-12-07 20:19
nachtkritik-Charts: Heiner Müller und der HimalajaInga
@ wolfgangk: Also nicht Theatertechniker. Ich wollte mit meinem Kommentar nur darauf hinweisen, dass Hartmanns "Schicksal" im Vergleich zu anderen zerstörten Leben wirklich kein schweres Schicksal ist. Wenngleich ich Ihren Verweis auf den Mount Everest natürlich verstanden habe. Bloß, fehlt das Gefühl zwischen Menschen, fehlt mir der Humor.

Zum Bergthema als Metapher noch zwei Zitate von Heiner Müller:

1) Thema Scheidungen in der DDR, 80 Prozent davon von den Frauen eingeleitet. Also der Ehekonflikt aus historischer bzw. politisch-ökonomischer, nicht aus psychologischer Perspektive: "Das würde ich für etwas kühn halten, eine Frau mit dem Himalaja zu vergleichen."

2) Thema klassische Dramaturgie (FAUST): "Jedes Stück ist, wenn es theaterwirksam ist, nichts anderes als die Beschreibung einer Orgasmuskurve."

Schön war die Zeit - für Hartmann.

@ Guttenberg: Geht's noch? Im Klartext, bitte.
#137 2012-12-07 22:13
nachtkritik-Charts: Leipzig, ein ZauberbergArkadij, ein Yeti
Trotzdem schade, daß die Sachen jetzt alle "abgespielt" (abgespult) werden, "Krieg und Frieden" bzw. "Mein Faust" werde ich leider nicht mehr wahrnehmen können; und natürlich wird von der Intendanz Hartmann eine Spur bleiben : es gab in Leipzig nicht nur den "Zauberberg", Leipzig war bei meinen wiederholten Aufenthalten (zuletzt im Zimmer des Wuttkeschen Tatort-Kepler) selbst ein "Zauberberg" ! Als ich einmal den Weg nach Halle zu einer Premiere fand, identifizierte mich der seinerzeitige Nachtkritiker ja sogar mit einem Yeti; naja, so in etwa verhalte ich mich -gefühlt- nun zum "Messner-Hartmann", dem ich zuweilen auf dem Weg zum Gipfel begegnen durfte. Alles Gute fürs Wochende, lieber Stefan !.
#138 2012-12-08 03:52
nachtkritik-Charts: KontrastprogrammStefan
@ Guttenberg, # 132
Doch, ich bin zwar nicht komplett textsicher, aber ich denke Hartmann hat die Napoleonszene mit Jana Zöll kongenial umgesetzt. Ich habe übrigens auch Krieg und Frieden in der Inszenierung von Matthias Hartmann in Wien gesehen. Das ist sozusagen das Kontrastprogramm für den Bildungsbürger, aber auch für den gestressten Alltagsmenschen, der sich der Lektüre am liebsten entziehen möchte. Da kommt irgendwie jeder auf seine Kosten. Was bei Frank Castorf oder Sebastian Hartmann einfach nicht geht, da sich beide weder um die Befindlichkeit des Reclamlesers noch um die des gelegentlichen Eventguckers kümmern. Sie kompensieren das dann meist mit Querzitaten und einem Hang zur Klamotte. Dem ja Matthias Hartmann im Prinzip auch nicht ganz abhold ist. Für den direkten Vergleich lohnen sich in jedem Falle beide Inszenierungen. Man kann es eh nicht schaffen, Tolstois Roman in Gänze abzubilden. Und dem sind sich gottlob auch beide Regisseure bewusst.
#139 2012-12-08 13:12
nachtkritik-Charts: Sand in den Augen?Stefan
Vermute der Zug für diesen Thread ist abgefahren. Abgefahren im doppelten Wortsinne. Noch eine Metapher: Wo ist eigentlich die Kritik vom Sandmann in der Volksbühne, oder hat der Nachtkritiker zu viel Sand in die Augen bekommen und schläft noch?
#140 2012-12-08 13:36
nachtkritik-Charts: nicht geplantGeorg Kasch
Werter Stefan,

wie Sie der Monatsvorschau www.nachtkritik.de/.../ entnehmen können, war keine Kritik zum "Sandmann" geplant.

MfG, Georg Kasch / Redaktion und Dezemberplaner
#141 2012-12-08 14:47
nachtkritik-Charts: schade eigentlichStefan
@ Georg Kasch
Aha, dann hatte ich wohl den Sand in den Augen. Schade eigentlich. Sie haben auch Axel Wandkes Dostojewski-Inszenierung auf der Probebühne der Volksbühne verpasst. Übrigens sehr zu empfehlen. Eine tolle Ensembleleistung der Schauspielstudenten, und ein Beweis dafür, dass Dostojewski in seinen frühen Erzählungen einen Blick für das Groteske hatte. Den hat Wandke gut eingefangen.
#142 2012-12-08 16:59
nachtkritik-Charts: angekündigter Abschied von LeipzigArkadij Zarthäuser
Wieso "Arkadij, ein" und nicht "Arkadij, ein Yeti" ? So hatte ich das, dachte ich, gepostet. Nicht, daß das sehr wichtig wäre, aber hatte die Redaktion Probleme mit dem Ausdruck "Yeti" oder ist das im Datenschneegestöber verschwunden ?? Wie dem auch sei, der Schnee liegt,
und mit "Schnee" gab es in der Vergangenheit ja tatsächlich so einige Ane(c)kdoten, naja, und wenn in den Threads ua. auch wieder Klarname, Nickname, Dynamik der Postings etcpp. thematisiert wird, andererhand dann es hinsichtlich Leipzigs auf
"Himalaya" kommt und es da tatsächlich so "Yeti-Sachen" gab, ist es für mich schon recht günstig und ein wenig an der Zeit, durchzuschnaufen, die frische Luft auf mich wirken zu lassen und ein wenig die "Weitewildeweltschau" meiner Leipzigerfahrungen für mich Revue passieren zu lassen, denn daraus ahne ich schließlich dann auch, daß Sebastian Hartmann und seine nunmehr berüchtigte Central-Crew ja nicht einfach aus der Welt sind, sondern es gewiß irgendwo, irgendwie, irgendwann da neue Sachen gibt. Da ich zB. auch "Fanny und Alexander" nicht sah und mit "Schuld und Sühne" auch ein neuer Laberenz am Start ist, der terminlich günstiger liegt für mich,
werde ich mich wohl im Januar zum Abschied dann tatsächlich noch einmal nach Leipzig aufmachen 11 Monate nach den letzten 11 Nächten. Stefan hat natürlich mit dem jetzigen Wochenende, "Krieg und Frieden" und "Mein Faust", ein glückliches Händchen. Da spontan hinzufahren, lohnt ganz bestimmt, für solche, die unschlüssig sind; "man" kann -leider- davon ausgehen, daß es noch Karten dafür gibt: Freud und Leid liegen da mitunter sehr nah beieinander..

(Lieber Arkadij, das mit dem "Yeti" muss ein Fehler meinerseits gewesen sein, denn ich habe den Kommentar freigeschaltet. Wo dabei der "Yeti" hingekommen ist: keine Ahnung! Jetzt ist er wieder da. Herzlich wb)
#143 2012-12-09 12:47
nachtkritik-Charts: volles Haus bei Krieg und FriedenRobert
@arkadij / 142: gestern Krieg und Frieden, also in Platzkategorie 1 gab es gestern keine drei zusammenhängenden Plätze mehr - und sogar in Kat. 2 nur noch am Rand. schön voll war's, sogar noch am Schluss!
es hat mir so gut gefallen, dass ich heute Abend noch in "mein faust" gehe
#144 2012-12-23 18:01
Charts: Top 10 des JahresMichael
Auch in diesem Jahr wieder meine Top 10 (aus 27) Theateraufführungen:

1. Leo Tolstoi/Krieg und Frieden/Matthias Hartmann/Kasino Wien

2. Hans Fallada/Jeder stirbt für sich alleine/Luk Perceval/Thalia Theater Hamburg

3. Anton Tschechow/Der Kirschgarten/Luk Perceval/Thalia Theater Hamburg

4. Moliere/Der Menschenfeind/Ivo van Hove/Schaubühne Berlin

5. Anton Tschechow/Onkel Wanja/Jürgen Gosch/Deutsches Theater Berlin

6. Heinrich von Kleist/Prinz von Homburg/Andrea Breth/Landestheater Salzburg

7. Isaak Babel/Marija/Andrea Breth/Schauspielhaus Düsseldorf

8. Leo Tolstoi/Die Macht der Finsternis/Michael Thalheimer/Schaubühne Berlin

9. Henrik Ibsen/Baumeister Solness/Barbara Frey/Pfauen Zürich

10. Henrik Ibsen/Hedda Gabler/Martin Kusej/Residenztheater München
#145 2013-01-23 16:50
nachtkritik-Charts: gehört auch dazu!Frank V.
meistdiskutierte Inszenierungen? geht es da um Stil und Ästhetik oder auch um Inhalt? Dann gehörte auch der Eisvogel aus Potsdam dazu...schauen wir uns mal das Forum auf nachtkritik dazu an.
#146 2013-09-12 04:51
Charts: Platz der VorwocheLE
Eure "Platz der Vorwoche" stimmt immer nicht, wollte ich mal loswerden. Das stimmt eure charts so fahrlässig.

(Liebe/r LE, danke für den Hinweis. Wir korrigieren den Fehler schnellstmöglich. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow)
#147 2013-09-18 17:40
Charts: alte Wochenstände?Archäologin
kann man eigentlich die alten Charts irgendwo nachlesen?
#148 2013-10-16 12:15
nachtkritik-Charts: ZurufMichel aus HH
Gratulation nach Leipzig!
#149 2013-10-23 21:39
nachtkritik-charts: LinkLinkin Park
Link zum erneuten Chart-Platz 1 - Glückwunsch:

www.youtube.com/.../
#150 2013-10-24 14:45
nachtkritik-Charts: volle SäleLipzig Löwe
Platz 1 hier! Und wie man hört: volle Zuschauersäle! Leipzig kommt!
#151 2013-10-24 18:28
nachtkritik-Charts: knapp 'ne Stundekurz & schmerzvoll
Volle Säle?! Oha!
wahrscheinlich suchen sich alle Leipziger gerade dieses Stück aus, weil es nur knapp ne Stunde dauert. schnell rein, schnell raus. so nach dem Motto "Theaterpflicht erfüllt - und hinterher schaff ich dann auch noch die neue Folge von Bauer sucht Frau"
;-)
#152 2013-10-24 20:20
nachtkritik-Charts: lange genug@ k & voll
SICHER! DENN 5 STUNDEN NONSENS UND EITELKEIT HATTEN SIE (ALSO SEHR SEHR WENIGE, WAR JA NIE JEMAND DA) JA NUN LANGE GENUG!
#153 2013-12-04 18:25
nachtkritik-Charts: Nerv der Zeitwolfgangk
Was man wohl auf alle Fälle sagen muß: Das Gorki bohrt am Zahn der Zeit. Dreimal in den Topten und lebhafte blogs, Hut ab!
#154 2013-12-18 13:01
nachtkritik-Charts: schlimmDasIch
Platz fünf für den Rosenkavalier? Würde da nicht der Name Christoph Waltz stehen, würde kein Hahn danach krähen! Es ist schlimm! Sehr schlimm!
#155 2013-12-23 17:14
nachtkritik-Charts: mutiges Gorki-TheaterMarc
Respekt für das Maxim Gorki Theater! Mutig durchgezogen, belohnt, zurecht!
#156 2013-12-28 18:15
nachtkritik-Charts: persönliche Top 10 2013Michael
Auch in diesem Jahr wieder meine Top 10 (aus 22) Aufführungen:

1. Anton Tschechow/Platonow/Bosse/Thalia Hamburg
2. Bernhard/Der Ignorant und der Wahnsinnige/Bosse/Burg Wien
3. Tschechow/Onkel Wanja/Henkel-Simons/Kammerspiele München
4. Bernhard/Wille zur Wahrheit/Reese/Schauspiel Frankfurt
5. Ibsen/Gespenster/Bösch/Akademietheater Wien
6. Christa Wolf/Der geteilte Himmel/Köhler/Schauspiel Dresden
7. Nestroy/Lumpazivagabundus/Hartmann/Salzburg Festspiele
8. Tschechow/Onkel Wanja/Borgmann/Schauspiel Stuttgart
9. Dostojewski/Die Brüder Karamasow/Perceval/Thalia Hamburg
10. Shakespeare/Hamlet/Ostermeier/Schaubühne Berlin
#157 2014-01-18 05:59
nachtkritik-Charts: restaurative Top TenLE
Entschuldigen Sie, Michael! Aber Ostermeiers Hamlet ist von 2009 oder 2010. Ihre Liste ist in etwa so restaurativ wie ein spätromantisches Gedicht von 2014. Ohne irgend etwas von 2013.
#158 2014-01-22 11:58
Charts: Little Foxes vermisstFuchs
Hä? Und wo sind die "Little Foxes"? Platz 11?
#159 2014-02-19 10:31
nachtkritik-Charts: Stimmenvielfalt@
1 Die nachtkritik-Charts erfassen die Stimmenvielfalt aus Nachtkritiken, Kritikenrundschauen und Leserbeteiligung in einem Algorithmus. Die zehn Inszenierungen, die aus diesem Zahlenspiel resultieren, sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen. Die Charts werden ein Mal pro Woche aktualisiert. Charts-Tag ist Mittwoch.
(aktueller Stand: 19. Februar 2014)

Liebe NK-Stimmungseinfänger, die Stimmenvielfalt ist nach wie vor ein Witz, oder?
#160 2014-03-05 14:54
Charts: wieder daAnmerkender
zum "Löwen im Winter", Platz 2. Gratulation an Hartmann und sein Team, die es wieder mal in die Nachtkritik-Charts geschafft haben!
#161 2014-04-09 20:03
Charts: gelber Engel von nachtkritik.deFerdi
Die Top 10 sind der gelbe Engel von Nachkritik. Fristch landet mit 2 Rezensionen, davon einer lokalen und vier Posts auf dem ersten Platz.Wahnsinnige Aufmerksamkeit! Dass das Fristch Theater skandalos verblödet ist ja nicht wichtig. Fristch gib den gelben Theaterengel zurück!
#162 2014-04-10 03:03
Charts: was heißt das genau?Hä?
liebe nachtkritik,
ich verstehe das auch nicht. wie ortet ihr denn die höchste aufmerksamkeit? fritsch jetzt mit zwei kritiken und 7 kommentaren schlägt alles andere?
was heißt den stimmenvielfalt genau? sind die klicks auf die kritik gezählt und wiegen die mehr als die zeitungskritiken??
#163 2014-04-10 12:17
Charts: Platz eins?Pinke, Pinke
Würde mich auch sehr interessieren wie es Fritsch auf Platz eins schafft.
Gilt der Hospitanten Vorbericht auch schon als Kritik und Kommentar?
Oder entscheidet einfach der Diensthabende Redakteur?
Mit der Bitte um Antwort.

(Sehr geehrter (r) Pinke, Pinke,
die Platzierung der Inszenierung in den Charts rechnet ein entsprechendes Modul nach einem eigens zu diesem Zweck programmierten Algorithmus aus. Der Probenreport fließt natürlich in die Wertung nicht mit ein. Freundliche Grüsse aus der Redaktion, Esther Slevogt)
#164 2014-04-10 13:50
Charts: Warum?Ferdi
Warum wird der Algorthmus eigentlich nicht offen gelegt?
#165 2014-04-10 18:27
Charts: Frage und Antwort
hallo nachtkritik,
ich hatte euch etwas gefragt...antwortet doch bitte auch mir...
wie funktioniert das modul??
kaufmann von venedig in köln hat vor kurzem 9 kritiken bekommen und erschien erst gar nicht in den charts. dabei hatten andere nur eine weitere kritik. wie geht das?
besten gruß

(Sehr geehrter Hä, es geht nicht so sehr um das Quantum an Kritiken, die erscheinen - wobei es einen Wert gibt, in dem das miterfasst wird - sondern vor allem um das Stimmungsbild, das darin erkennbar wird. Das wird von den jeweiligen Rundschau-bearbeitenden Redakteuren numerisch erfasst und in den Algorithmus eingespeist. Die Nachtkritik wird in dem Bild, das sie von dem Abend gibt, ebenso bewertet und in das Modul eingespeist. Zudem werden Zugriffe und Kommentare verrechnet. Es gibt auch Faktoren, die gegen diese Bewertungsverrechnung laufen, sodass die Charts dynamisch bleiben, zu Deutsch: Nach einigen Wochen wird es immer schwieriger, in den Charts zu bleiben. Es ist so kompliziert und letztlich auch spielerisch angelegt, dass wir als Redakteure vor der Veröffentlichung der Charts selbst gespannt sind, wer wie hoch einsteigt. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow / Redaktion)
#166 2014-04-10 21:28
Chart: immer noch Fragen
liebe nachtkritik, danke für die antwort, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden...
...also so eine richtig schlechte kritik bekommt mehr punkte als eine, die nur einfach beschreibt,z.b.? weil das stimmungsbild mehr ausschlägt...richtig?
...die punktzahl geben die redakteure von nachtkritik ins programm ein...d.h., ihr bestimmt doch letztendlich das stimmungsbild und macht damit politik, oder?
wenn dem so ist, wäre es doch mal gut, wenn ihr diese module offenlegt und zeigt, wie ihr das eintragt.
beste grüße
#167 2014-04-10 23:28
Charts: nicht viel zu entschlüsseln
Nee nee nee,

so ganz stimmt das nicht. Zum Beispiel kommen größere und angesagtere kleinere Theater, oder auch angesagtere Teams selbst bei nur soliden Leistungen deutlich leichter in die Chart. Das lässt sich auf Ihrer Seite immer wieder eindeutig feststellen. Ich denke nur, lieber Ha, dass nicht so sehr Politik gemacht wird, sondern mehr nach Geschmack und dem, was der Redakteur eben kennt, tendenziell "gefördert" wird. Ist wie mit so vielen anderen Produkten auch, da gibt es nicht viel zu entschlüsseln.
#168 2014-04-11 02:24
Charts: fantastische EinrichtungThomas Ransmeier
Ich halte die nachtkritik-Charts für eine fantastische Einrichtung, die aufzeigt, was aktuell relevant ist und somit den Wettbewerb stärkt. Die Charts dieser Woche entsprechen fast 1 zu 1 meinen persönlichen Favoriten. Viele Grüße ans Team und weiter so!
#169 2014-04-11 11:56
Charts: InterpretationsleistungWolfgang Behrens
@Hä und Δ

Wenn wir die exakte Coca-Cola-Formel preisgäben, würde sie nachgekocht und manipuliert. Das, was Christian Rakow unter 165 geschrieben hat, ist ohnehin schon recht präzise und gibt die Wirkungsweise des Algorithmus gut wieder. Dass es, wie Δ schreibt, größere und angesagte Theater leichter haben, hängt schlicht mit den Zugriffszahlen zusammen, die ja auch eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Es ist einfach so, dass die Kritik von der großen Bühne des Burgtheaters häufiger gelesen wird als die aus St. Pölten.

Was die Nachfrage von Hä angeht: Nein, eine schlechte Kritik bekommt nicht mehr Punkte als eine nur beschreibende. Und ja, Kritiken in Punktzahlen zu überführen, ist eine Interpretationsleistung, die wir keinem Rechner anvertraut haben, sondern selbst durchführen. Dabei wird aber keine Politik gemacht, denn wir haben auch da recht klar definierte Kriterien und überprüfen uns auch gegenseitig. Eher noch machen wir Politik bei der Vorauswahl der Premieren, die wir besprechen (denn nur diese können in die Charts kommen). Diese Art der Politik ist aber bei unserem Modell (ebenso wie in jeder Zeitung oder in jedem Magazin) unvermeidbar, denn wir müssen uns ja zwangsläufig für eine Auswahl entscheiden.
#170 2014-04-30 21:57
charts 30.4.: ScherzRevierTier
Nehmen Sie die beiden letzten Wuppertaler Schauspielarbeiten im Vergleich, und Sie sehen, dass alle Argumente hier ein Scherz sind.
#171 2014-05-07 11:45
nachtkritik-Charts: von Sarah Kane?/
"Stadt der Angst" von Sarah Kane??? Eine späte, posthume Uraufführung? Oder macht inzwischen ein/e Praktikant/in die Charts? Meinen Sie jetzt "4.48 Psychose" oder das gesamte Projekt des Dortmunder Theaters?

(Werter Kommentator,
gemeint ist das Gesamtprojekt. Als Autor ist hier versehentlich tatsächlich nur Sarah Kane angegeben und nicht auch Fred Hundt und Nikolai Gogol. Unser Fehler. Aus technischen Gründen wird die Korrektur erst in den Charts der nächsten Woche sichtbar sein.
Mit besten Grüßen aus der Redaktion,
Anne Peter)
#172 2014-10-01 13:26
Charts: Schwanztheater-Reproduktionxaverida
hei nachtkritik! denk mal ein bisschen über deine bildwahl nach: über dem jubel darüber, das haußmann die charts beherrscht, liegt ein angezogener woyzeck-darsteller auf einer fastnackten marie-darstellerin. mich nervt das deutsche schwanztheater und mich nervt, dass es auch hier in form von bildern immer wieder reproduziert wird!

(Liebe/r xaverida, wir haben nachgedacht und das bild geändert. mfg, die redaktion)
#173 2014-10-01 19:55
nachtkritik-Charts: und Mannheim?cl
Schaut denn niemand von den lieben Kritikern mal im Nationaltheater Mannheim herein? Da gab es in der letzten Spielzeit einige ganz großartige Inszenierungen!
Ibsens Wildente wäre ein Beispiel!
#174 2014-10-08 23:59
nachtkritik.de-charts: aus dem Standrudi
Jack:
"...weil sie (die nachtkritik-charts") den allgemeinen Trend noch befördern, dass eine Produktion dann ein Erfolg ist, wenn sie die größtmögliche Aufmerksamkeit in der (überregionalen) Presse erlangt."
Jack, das stimmt einfach nicht!
Rebekka Kricheldorfs HOMO EMPATHICUS ist diesmal "aus dem Stand"(!) auf Platz 2 gelandet, obwohl nicht eine einzige überregionale Zeitung darüber berichtet hat (nur ein Lokalblatt!), und die Zürcher Neuinszenierung von Martin Heckmanns' "EIN TEIL DER GANS" kam letzte Woche auf Platz vier, obwohl keine einzige deutsche Zeitung darüber berichtete (nur zwei Schweizer Blätter). Die Presseberichte spielen offensichtlich, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.
#175 2014-11-19 10:50
Charts 19.11.14: BühnenentdeckungPfisters Fanclub
Wilhelm Raabe ist überhaupt einer der stärksten Erzähler aus Deutschland und der modernste deutsche Realist des 19. Jahrhunderts. Danke an Armin Petras für die Bühnenentdeckung und Glückwunsch zu Platz 1!
#176 2014-12-10 11:50
Charts: Nachhaltigkeitdabeigewesen
Eine Frage (und nein, ich habe nicht alle 175 vorher geposteten Kommentare gelesen, vielleicht steht's da also schon): wäre es nicht sinnvoll, nicht nur die Vorwochen-Platzierung, sondern auch die Anzahl der Wochen in den Charts zu drucken? Dadurch erführe man etwas über Nachhaltigkeit.

(Liebe/r dabeigewesen, daran arbeiten wir, aber das ist technisch in unserem System nicht so leicht zu realisieren. Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
#177 2014-12-10 17:58
Charts: was fehlttine
Freunde,
da fehlt aber "mein deutsches deutsches land" in der tabelle. Dringend empfehlenswert!
#178 2015-01-07 19:40
nachtkritik.de-Charts: Einwandpl
gott ..ist das Bescheurt..Theatercharts..
#179 2015-02-12 05:25
nachtkritik-Charts: Ironie scheitertKarlo
"Es kam, wie es kommen musste. Der weltgrößte Lars Eidinger hat aufgelegt und zu seinem "Richard III." mit Pappklumpfuß eilen Welt, Leser*innen, Kommentator*innenschar, einfach alles, was Beine hat zu laufen. Selbstredend steht das Haus York in seiner abstoßenden Gestalt auch an der Spitze der februaresken nachtkritik.de-Charts."

Tut mir leid, aber diese dieswöchige Einleitung ist an Anbiederei an das gehypte Kunstprodukt Ostermeier/Eidinger nicht zu überbieten. Der klägliche Ironieversuch scheitert. Die Kritik Ihres Portals hingehen trifft die Sache auf den Kopf.
#180 2015-07-01 15:07
nachtkritik-Charts: schmerzlich vermisstdabeigewesen
Wieso gibt es eigentlich die Charts nicht mehr, wurden die eingestellt? Ich habe nichts mitgekriegt...

(Liebe/r dabeigewesen, das Modul wird nach einem Serverumzug derzeit überarbeitet. Wir hoffen, zum Saisonauftakt Ende des Sommers wieder startklar zu sein. Herzlich, Christian Rakow aus der Redaktion)
#181 2015-07-01 15:36
nachtkritik-Charts: gespanntdabeigewesen
Alles klar, dann bin ich mal gespannt, danke!
Grüße, 'dabeigewesen' (m)
#182 2016-01-07 00:29
Charts: wurden nicht vermisstOH Nein
nein, sie wurde so ganz und gar nicht vermisst! ich hatte doch tatsächlich die hoffnung, in der redaktion seien sie zur besinnung gekommen und diese liste einfach vergessen und unter den tisch haben fallen lassen. schade. denn sie entzündet keinen gedanken, keinen diskurs oder ähnliches geschweige denn enthält sie irgend einen mehrwert!!
#183 2016-01-07 13:50
Charts: gut, dass sie wieder da sindOH Doch
Doch, ich habe sie sehr wohl vermisst. Ich erwarte allerdings auch nicht von jedem und allem Diskurs. Diese Charts sind für mich einfach ein erstaunlich verlässlicher Anzeiger von dem was so an interessantem gerade läuft. Und auch was man, wenn man mal 2 Wochen nicht geschaut hat, so verpasst hat. Gut dass sie wieder dasind. Yes!
#184 2016-01-07 18:19
nachtkritik-Charts: Animation Woltemade
Die "Top 10"gerade erst entdeckt sind für mich als fauler Fernsehgucker eine gute Animation, wieder ins Theater zu gehen! Platz 3 "Die Kommödianten" ist mein Favorit, weil mich der interessante Abend in Halle "angefixt" hat und ich erfahren habe, wieviel Genuss Theater bereiten kann. Jetzt werde ich mir auch andere "Top 10" und nicht nur "Top 10" ansehen.
#185 2016-01-18 14:57
nachtkritik-Charts: Ranking?Jona Becher
gefällt mir, mutig, klar, klug, auch die zusammensetzung aus theatern der provinz und den unermüdlich produzierenden metropolen.
gibt es ein ranking 2015?

(Nein, die Charts werden wöchentlich aktualisiert, ein Gesamtranking gibt es bislang nicht. Herzlich wb für die Red.)
#186 2016-02-10 10:27
nachtkritik-Charts: geheimer Algorithmusdabeigewesen
Jetzt bin ich ja doch gespannt auf den 'geheimen Algorithmus', der diese Charts generiert. Bislang hatte ich ja gedacht, daß irgendwie gerechnet wird, Schulnote der eigenen nachkritik, Schulnoten der sonstigen Kritiken, Anzahl der Kommentare, Verweildauer, etc.
Oder doch eher 'randint(1, 10)'?
#187 2016-03-02 19:22
Die nachtkritik-Charts: Ticket-Verkauf-Ranking?Martin Waßmann
Mich würde ja mal ein Ticket-Verkaufs-Ranking interessieren. Wenn nicht in totalen Zahlen, weil die Säle ja unterschiedliche Kapazitäten haben, dann zumindest doch gerne mal in prozentualer Auslastung. Dem Geschmack des Theaterpublikums sollte man nicht per se mit Skepsis begegnen.
#188 2016-03-02 20:56
Die nachtkritik-Charts: mehr TransparenzTransparenz
Außer der Nachtkritik von Tim Schomacker gibt es noch sage und schreibe zwei weitere Kritikerstimmen - eine überwiegend positive und eine "ratlose" - und keinen einzigen Kommentar: Damit landet Ersan Mondtags Inszenierung "Schnee" als Neueinsteiger auf dem zweiten Platz der neuen "nachtkritik"-Charts.
"Algorithmus" hin oder her - die Kriterien für diese und oft auch andere Platzierung(en) in den Charts sind schlichtweg nicht nachzuvollziehen. Etwas mehr Transparenz wäre wünschenswert. Oder entscheidet die Redaktion letzten Endes doch einfach nach Gusto? Das ginge ja völlig in Ordnung, wenn man keinen Hehl daraus machte.
#189 2016-03-03 10:03
Die nachtkritik-Charts: so funktionieren sieWolfgang Behrens
Man kann es nur mantraartig wiederholen: Ohne den genauen Algorithmus preiszugeben, beschreibt Christian Rakow unter #165 dessen Funktion wohl am besten.
Um "Schnee" auf Platz 2 zu erklären, kann man sich ja auch mal die Konkurrenz der Neueinsteiger anschauen: Peymann hat jetzt auch nicht durchweg die allerbesten Kritiken bekommen, dann sind da noch "Glaubenskämpfer" und "Faust II", auch hier gibt es keinen einhelligen Jubel. Zugegeben, auch ich hätte "Glaubenskämpfer" vor "Schnee" erwartet, aber - wie irgendwo schon einmal gesagt - die Charts überraschen auch uns immer wieder. "Revisor", "Sommernachtstraum" und "Othello" sacken hingegen langsam ab, weil die Premieren etwas länger zurückliegen. Wobei sogar bemerkenswert ist, dass "Othello" z.B. nur einen Platz gefallen ist, obwohl sich drei Neueinsteiger vor ihm platziert haben. Im Vergleich zur Vorwoche hat er also zwei Inszenierungen überholt.
#190 2016-03-03 11:18
nachtkritik-Charts: mathematisch überrascht keinemeckermail!
Wie schön, dass Behrens u.a. Mathematik studiert hat und deshalb überzeugend darlegen kann, wie Überraschung u.a. geht, wenn man felsenfest davon überzeugt ist, sein Leben dafür einsetzen zu müssen, dass mathematisch gesehen es keine Überraschungen gibt.
#191 2016-03-03 12:21
nachtkritik-Charts: Algorithmus Spekulationdabeigewesen
Spricht etwas gegen eine Veröffentlichung des Algorithmus? Open source macht Algos besser, jedenfalls in der Regel. Und ich bezweifle, daß die Theater anfangen werden, ihn zu hacken [Nur als Tip, ein Weg scheint schon mal zu sein, Donaukurier, Augsburger Zeitung und Augsburger Allgemeine Zeitung einzuladen. Und Anzahl und Wertung von Kommentaren scheint kaum eine Rolle zu spielen.]
#192 2016-03-03 16:26
nachtkritik-Charts: Geheimnis muss seinWolfgang Behrens
@190 Ich bin nur für wenige Dinge bereit, mein Leben einzusetzen, der Nachtkritik-Charts-Algorithmus gehört selbstverständlich dazu. Was die Überraschungen in der Mathematik betrifft: Es mag sein, dass jeder mathematische Satz nur Tautologisches, also schon in den Prämissen oder Axiomen Liegendes, zutage fördert. Aber der Mathematiker wird oft genug auch von diesen Tautologien überrascht sein: So beschränkt ist nun einmal der menschliche Geist.

@191 Wir veröffentlichen den genauen Algorithmus nicht. Ein bisschen Geheimnis muss unseres Erachtens sein, und natürlich ist das Ergebnis leichter zu manipulieren, wenn man das Verfahren kennt. Wobei Sie natürlich einen Trick schon ausgeplaudert haben: Ohne Donaukurier und Augsburger Zeitung ist eine Chartsplatzierung quasi gar nicht zu erreichen, da muss man schon mindestens Stefan Pucher oder Ersan Mondtag heißen ...
#193 2016-03-03 20:56
nachtkritik-Charts: Formeln knackendabeigewesen
@192: Triumph! Ich wusste es. Irgendwann werden wir auch die anderen Komponenten herausgefunden haben. Danach werde ich meine Studien zur Coca-Cola-Formel fortsetzen.
#194 2016-03-06 17:57
nachtkritik-Charts: sehr schöner Trash Aloha
Die Nachtkritik-Charts sind, wie ich finde, sehr schöner Trash und wer sie völlig ernst nimmt, hat sie vielleicht auch nicht völlig verstanden.
Spräche was dagegen, die Top 10 auf Top 20 auszuweiten? Mich würd's freuen.
#195 2016-03-09 13:46
nachtkritik-Charts: langsam peinlich Bernd Voigt
Da möchte die Nachtkritik, die von sich "Unabhängigkeit" behauptet, auf Biegen und Brechen, den neuen "Shooting-Star" Mondtag eine Daseinsberechtigung erkämpfen... Also so langsam wird es peinlich.
#196 2016-03-09 20:00
nachtkritik-Charts: Deal? Wolfgang Behrens
Lieber Bernd Voigt, wen würden Sie denn gerne in den Charts sehen? Soll ich Ihnen eine Kontonummer zusenden? Und brauchen Sie eine Spendenquittung?

Mit herzlichen Grüßen
Wolfgang Behrens
#197 2016-03-12 12:38
nachtkritik-Charts: Lämmer Bernd Voigt
danke ich bin bedient. Schön, dass sie über so viel Rhetorik und Ironie verfügen... das ist wirkliche Größe.

aber was Geldangelegenheiten betrifft, da sind ja gerade Kulturschaffende die reinen Lämmer, nicht wahr?
#198 2016-04-06 10:54
Die nachtkritik-Charts : FrageBrabuh
Hatte sich eigentlich der Neher für die bb-Bühne damals auch dieses genial inspirierende Flipchart-Ambiente ausgedacht, das einen so an Motivationstraining für Manager mit Ulf Schmidt, gespielt mit gespielter Antigone, erinnert? Was sagen denn da die Dokumente??
#199 2016-07-06 09:07
nachtkritik-Charts: nur Fritschfritschfan
das schafft nur fritsch!!!2x unter den ersten 10!!!und das mit nur einer inszenierung!

(Tja, lieber fritschfan, peinlich, peinlich, Sie stechen gleich in die Wunde … Aber selbst ein so unbestechlicher Algorithmus wie derjenige der nk-Charts macht mal Fehler. Korrekterweise müssten die "Blutmänner" aus Düsseldorf anstelle der "Apokalypse" da stehen … Wie das doppelte Fritsch-Lottchen auf die 2 und die 10 gekommen ist, wird derzeit noch analysiert. Mit zerknirschtem Gruße: wb für die Red.)
#200 2016-07-06 10:11
nachtkritik-Charts: wo denn? Äppl
Jut. Und wo sind die Blutmänner nun - auf 2 oder 10?

(Auf der 5. Mittlerweile konnten wir das Problem beheben, die doppelte Apokalypse konnte verhindert werden. Herzlich wb für die Red.)
#201 2016-09-14 21:47
nachtkritik-Charts: gepimptNordlicht
Dieses permanente Kay Voges gepimpe auf Nachtkritik ist kaum mehr zu ertragen. Man weiß inzwischen, wie grandios ihr ihn findet.
#202 2016-09-15 09:43
nachtkritik-Charts: Eierstöcke@201
Richtig. Und die MEGApressestelle des Schauspielhauses Dortmund tut das MEGAmögliche dafür. Mir gehts auch die Eierstöcke.
#203 2016-10-24 12:11
nachtkritik-Charts: böseFick
scht al.. jetzt wird´s echt peinlich!!!!! Mondtag bekommt für sine Berne-Bilderbucharbeit KEINE besonderen Kritiken und wird aber von Euch hier auf platz eins gesetzt?! das ganze ist eh für´n arsch, aber jetzt wird es böse und lobbyisteisch!
#204 2016-10-24 19:16
nachtkritik-Charts: TheaterpolitikF2
@203
Ja, und schon die erste Einleitung ist lobbyistisch... Mondtag in Bern und alle schauen hin... und wer schaut: nachrkritik, ein Radiosender und ansonsten Schweizer Presse. Aber NK muss sich ja auch von der eigenen Kritikerin im Kommentar sagen lassen, dass ihre Kritik gar nicht so positiv war! Klarer Fall von Meinungsmache das. Meine Theorie: es gibt gar keinen Algorithmus, die Redaktion macht sich einen Spaß draus, diese Charts zu bauem umt ein bisschen Theaterpolitik zu machen
#205 2016-10-24 19:22
nachtkritik-Charts: StimmungsbildF2
Ps. Ach langweilig, die geben es ja sogar selbst zu... im Post 165 schreibt Rakow, dass sie ein "Stimmungsbild", dass sie aus den Kritiken nehmen, in den Algorithmus einspeisen. Haha. Hab schon öfter festgestellt, dass die Kritiken als gut zusammenfassen, die gar nicht so gut sind. Die ganzen Charts sind nix als ein Stimmungsbild der Redaktion
#206 2016-10-24 19:28
nachtkritik-Charts: Lied vom Abschaffenabschaffen
theater ? abschaffen!
nachtkritik ? abschaffen !
schauspieler ? abschaffen !
mülltrennung ? abschaffen !
widerworte ? abschaffen !
mehrwert ? abschaffen !
anzugträger ? abschaffen !
weißweintrinker ? abschaffen !

...

monolog der kellerkinder

auch abschaffen !
#207 2016-10-26 12:50
nachtkritik-Charts: unglaubwürdigSCHADE
SCHON WIEDER MONDTAG MIT VERNICHTUNG: PEINLICH! SCHADE UM DIESE PLATTFORM, DIE ICH EIGENTLICH IMMER SEHR GERNE BESUCHT HABE, DIE SICH ABER KOMPLETT UNGLAUBWÜRDIG MACHT!!!!!
#208 2016-10-26 14:00
nachtkritik-Charts: Mondtag-AlgorithmusWolfgang Behrens
@204 et al.
"Meine Theorie: es gibt gar keinen Algorithmus, die Redaktion macht sich einen Spaß draus, diese Charts zu bauen, um ein bisschen Theaterpolitik zu machen."

Ertappt! Nach mehreren Jahren kommt heraus, dass wir zwar einen Algorithmus haben, aber dass der so programmiert wurde, dass Ersan Mondtag automatisch an 1 gerechnet wird, sobald er irgendwo auftaucht ...

Ich muss offenbar mal wieder den Algorithmus in Schutz nehmen: Er hat tadellos gerechnet, und wenn ich ihn beeinflussen könnte, hätte ich in dieser Woche gerne den Platz 1 für jemand anderen freigeräumt. Im Thread zur "Vernichtung" hat allerdings jemand geschrieben: "Vor allem muss die eigene Redaktion lesen lernen, die haben es nämlich in der Presseschau zusammengefasst als: wir waren angetan." Ich glaube zwar nicht, dass hier eine gravierende Fehllektüre der Redaktion vorliegt, aber es sei zumindest eingeräumt, dass da genausogut ein Pünktchen weniger in die Coca-Cola-Formel hätte eingespeist werden können. Was die Produktion aber nur ein bisschen nach hinten geworfen hätte - denn nicht zuletzt das Leser*innen-Interesse spült sie ja mit an die Spitze.

Dass die Charts "ein Stimmungsbild" der Redaktion seien - wie behauptet wurde -, weise ich jedenfalls zurück. Ich weiß allerdings, dass mir das keine*r glauben wird, solange nicht diejenigen Inszenierungen oben stehen, die die jeweilige Schreiber*in oben zu sehen wünscht.
#209 2016-11-09 09:23
Charts: die Bedingung des SchockeffektsThomas Rothschild
Im Teaser dieser Woche (am 9.11.2016) ist von "Schockeffekten" die Rede. In den USA hat eine Mehrheit Donald Trump zum Präsidenten gewählt. In der angeblich segensreichen EU haben Mehrheiten die ungarische oder die polnische Regierung gewählt, wird rund die Hälfte der österreichischen Wähler Norbert Hofer zum Bundepräsidenten wählen oder knapp unterliegen. Vielleicht sollte das die nachtkritik zum Anlass nehmen, einmal grundsätzlich über den Wert von Mehrheitsmeinungen nachzudenken. Einen Schockeffekt gibt es nur, wo man sich Illusionen macht.
#210 2016-12-07 17:13
Die nachtkritik-Charts, 7.12.2016: Rentenalter Schirrmacher
Fünf von Zehn RegisseurInnen dieser Woche sind im Rentenalter:

Marthaler (1951)
Wilson (1941)
Badora (1951)
Heyme (1935)
Fritsch (1951)

Interessant...
#211 2016-12-08 08:40
nachtkritik-Charts: VorschlagThomas Rothschild
zu #210: So? Ich schlage vor: abmurksen.
#212 2016-12-08 15:31
Charts: GenerationengerechtigkeitHans Zisch
@210: Schließe mich #211 an. Darüber hinaus sollte das für das Publiku gelten. Ab dem Eintritt in das Rentenalter ist der Besuch öffentlich-finanzierter Theater nur nach Zahlung eines Silberseeaufschlages möglich. Diese Zusatzgebühren fließen direkt in die Förderung von Schultheaterbesuchen der Inszenierungen aufstrebender Jungtalente.
#213 2016-12-08 20:44
nachtkritik-Charts: Silberseeaufschlagan#212
Nein, bin gegen abmurksen. Aber den Silberseeaufschlag, der 1:1 in die Besuche von Inszenierungen aufstrebender Jungtalente geht find ich gut. Wie kann man das organisieren? Z.B. könnte man jemanden, der berentet ist, also wirklich berentet, nicht Rentenaufstocker mit H4 - der das zweite Mal in einen toten Klassiker eines achtelvierteloderhalbtoten Regiewunders gehen möchte, dafür zu einer Strafförderung eines lebenden Klassikers eines aufstrebenden Regie-Jungtalentes verdonnern? Wieviel Manager bräuchte das, so etwas zu organiseiren? Das wäre doch eine Kulturblasenförderung allererster Sahne! - Wenn das Renner in die Hand nimmt, kommt er 1fix3 in den Bundestag!
#214 2016-12-14 13:02
Charts: Glückwunsch an CoburgNigel Mamsell
Also Überholvorgänge sind in diesen Charts ja sehr selten. Jetzt hat aber die Coburg-"Wut" den Marthaler aus Hamburg überholt und so die 2 gehalten. Das finde ich für Coburg ganz toll. Glückwunsch.
#215 2016-12-21 11:36
nachtkritik-Charts: auf 3Takan Mittwoch
@204-207
Hey, für euch ist heute ein Festtag! Ersan Mondtag ist nicht auf 1, sondern nur auf 3 eingestiegen. So gut wie Ostermeier und Parizek ist er dann halt doch nicht.
#216 2017-01-18 12:25
nachtkritik-Charts: ErsterHasan Donnerstag
Erster 2017!
#217 2017-01-25 20:57
nachtkritik-Charts: AufforderungClaus
Chillt mal Euer leben alla...
#218 2017-01-30 13:33
Die nachtkritik-Charts: KritikHJH
Die Klage, dass Sie kaum in die kleineren Häuser gehen, muss ich hier weiter führen.Stadttheater Kiel kommt hier so gut wie nie vor, obwohl sie ein sehr gutes Ensemble, gute Regisseure und auch gute Stücke haben. Zum Beispiel "Glasmenagerie" (fand ich attraktiver als am Deutschen Theater Berlin), und zuletzt "Die Schmutzigen Hände" von Sartre (großes Kino) sind echte Hingucker. Nur leider nicht bei Ihnen.

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